Wie ein Streit im Studio BTS' Hit "Body to Body" zum Kulturschock machte
Noah WernerWie ein Streit im Studio BTS' Hit "Body to Body" zum Kulturschock machte
Ein neuer Netflix-Dokumentarfilm enthüllt die kreativen Konflikte hinter BTS' Musikproduktionsprozess."BTS: The Return" begleitet die Gruppe, während sie im Studio diskutieren, verhandeln und ihre Songs verfeinern. Ein Schlüsselmoment dreht sich um ihren 2026er-Hit "Body to Body", bei dem ein traditionelles koreanisches Sample fast nicht den Schnitt geschafft hätte.
Der Streit begann mit der Frage, ob das "Gyeonggi-Arirang"-Sample in "Body to Body" aufgenommen werden sollte. RM lehnte zunächst ab und bezeichnete die Mischung der Stile als "drei verschiedene Lieder, die zusammengeworfen wurden". Er befürchtete, der Song könnte auf das globale Publikum zu "patriotisch" wirken. J-Hope hingegen argumentierte, dass Fans außerhalb Koreas den traditionellen Klang "cool" und frisch finden würden – eine Meinung, die V nicht teilte. Er hielt den Ansatz für "zu direkt" für das Jahr 2026.
Produzent Bang Si-hyuk setzte sich sogar für eine noch längere Version des volkstümlichen Refrains ein und heizte die Debatte weiter an. Trotz der hin- und hergehenden Diskussionen setzte sich schließlich J-Hopes Beharrlichkeit durch. RM änderte später seine Haltung und beschloss, die koreanischen Wurzeln des Songs zu umarmen. Die endgültige Version von "Body to Body" behielt das "Gyeonggi-Arirang"-Sample bei, das zu einem prägenden Merkmal des Tracks wurde.
Die Reaktionen der Fans Anfang 2025 spiegelten die anfängliche Unsicherheit der Gruppe wider. Die ersten Rückmeldungen reichten von Überraschung bis zu gemischten Meinungen über die Verschmelzung von traditionellen und modernen Klängen. Doch bis Mitte April mehrten sich auf Plattformen wie Twitter und YouTube die lobenden Stimmen für die kulturelle Hommage und das mutige Experiment.
Der Dokumentarfilm zeigt, wie kreative Spannungen einen der markantesten Songs von BTS geformt haben. Ohne J-Hopes Hartnäckigkeit hätte "Body to Body" ganz anders geklungen. Der fertige Track, der heute für seine kulturelle Tiefe gefeiert wird, ist das Ergebnis der Bereitschaft der Gruppe, sich im Studio gegenseitig herauszufordern.






