15 May 2026, 22:07

68-Kilometer-Wasserstoff-Pipeline soll Salzgitter AG mit grünem Stahl versorgen

Detailierte Weltkarte-Poster, das geplante Öl- und Gas-Rohrleitungen zeigt, einschließlich Länder, große Städte, Gewässer und erläuternden Text.

68-Kilometer-Wasserstoff-Pipeline soll Salzgitter AG mit grünem Stahl versorgen

Neue Wasserstoff-Pipeline für „grünen Stahl“: 68 Kilometer von Wefensleben nach Salzgitter geplant

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Im Rahmen der Bemühungen um die Produktion von „grünem Stahl“ entsteht eine neue Wasserstoff-Pipeline, die das Stahlwerk von Salzgitter AG versorgen soll. Das von der Ontras Gastransport GmbH geleitete Projekt wird auf einer Strecke von 68 Kilometern von Wefensleben bis nach Salzgitter verlaufen. Es ist ein zentraler Baustein des Transformationsprogramms SALCOS, das den Ersatz von Kohle durch Wasserstoff in der Stahlherstellung vorsieht.

Die Trasse führt durch die Landkreise Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter bis zum Endpunkt. Mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern ist die Leitung speziell für den Transport von industriell genutztem Wasserstoff ausgelegt. Ontras hat nun das formelle Genehmigungsverfahren eingeleitet; mit dem Baubeginn wird 2027 gerechnet.

Bevor die genaue Route feststeht, werden in den betroffenen Gebieten ökologische Gutachten erstellt. Besonders im Fokus steht dabei der Schutz des Europäischen Hamsters, einer streng geschützten Art, in den Regionen Helmstedt, Wolfenbüttel und Salzgitter. In Wolfenbüttel wurde bereits eine öffentliche Bekanntmachung zur Planungsphase veröffentlicht.

Die Fertigstellung der Pipeline ist für Dezember 2029 vorgesehen. Ab dann sollen kommerzielle Wasserstofflieferungen beginnen und so den Umstieg der Salzgitter AG auf eine klimafreundlichere Stahlproduktion unterstützen.

Das Vorhaben markiert einen wichtigen Schritt hin zur wasserstoffbasierten Stahlherstellung im Rahmen von SALCOS. Bei rechtzeitiger Genehmigung und Baufertigstellung wird die Pipeline es dem Werk ermöglichen, seine Abhängigkeit von Kohle zu verringern. Der Betrieb soll Ende 2029 aufgenommen werden – vorausgesetzt, die Umweltverträglichkeitsprüfungen und Bauarbeiten verlaufen wie geplant.

Quelle