10 December 2025, 18:10

Wie Agrarabfälle die Energiewende vorantreiben und das Klima retten können

Eine Landschaft mit verschiedenen Bäumen und Pflanzen, die auf dem Land wachsen.

Studie: Agrar- und Forstnebenprodukte können einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten - Wie Agrarabfälle die Energiewende vorantreiben und das Klima retten können

Studie: Agrar- und Forstabfälle können maßgeblich zum Klimaschutz beitragen

Studie: Agrar- und Forstabfälle können maßgeblich zum Klimaschutz beitragen

  1. Dezember 2025, 11:37 Uhr

Ein neuer Ansatz zur Nutzung von Abfällen aus Landwirtschaft und Forstwirtschaft könnte die Energieerzeugung revolutionieren und gleichzeitig die Emissionen senken. Forscher gehen davon aus, dass diese Methode auch dazu beitragen könnte, die globale Ungleichheit zu verringern, indem ungenutzte Abfälle aus Entwicklungsländern in wertvolle Ressourcen umgewandelt werden. Der Plan sieht vor, jährlich 400 Millionen Tonnen Biomasse-Reststoffe nachhaltig in Kraftstoff, Strom und Pflanzenkohle umzuwandeln.

Aktuell bleiben große Mengen an Ernte- und Hol zabfällen im globalen Süden entweder ungenutzt oder werden verbrannt, was die Luftverschmutzung verschärft. Würde dieses Material verantwortungsvoll verarbeitet, könnte es in Biomassekraftwerken 645 Terrawattstunden Strom erzeugen. Zudem ließen sich durch Vergasung – ein anderes Verfahren als bei herkömmlichem Biokerosin – 40 Millionen Tonnen Kerosin herstellen, was unter strengen Nachhaltigkeitsauflagen ein Fünftel des globalen Treibstoffbedarfs der Luftfahrtindustrie decken könnte.

Das vorgeschlagene System würde aus Abfällen einen dreifachen Nutzen ziehen: saubere Energie, Kohlenstoffspeicherung und wirtschaftliche Entwicklung. Durch die jährliche Verarbeitung von 400 Millionen Tonnen Biomasse könnten Emissionen reduziert, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert und Arbeitsplätze im globalen Süden gefördert werden. Der Ansatz verbindet Klimaschutz mit sozialem Fortschritt und bietet einen praktikablen Weg in die Zukunft.