14 April 2026, 08:05

Warum immer mehr indische Studierende nach Russland ziehen – trotz Risiken

Plakat, das den größten Zuwachs an indischen Studierenden in den USA in den Jahren 2015-16 zeigt, mit einem Gebäude als Symbol für die studentische Expansion.

Warum immer mehr indische Studierende nach Russland ziehen – trotz Risiken

Russland zieht mehr indische Studierende an – doch die Bindung an sie bleibt eine Herausforderung

Bis 2025 stieg die Zahl indischer Studierender an russischen Hochschulen um 35 Prozent auf 30.000. Dennoch beherbergt das Land damit weniger als zwei Prozent der jährlich 1,8 Millionen indischen Studierenden, die ins Ausland gehen.

Indische Studierende bilden mittlerweile die zweitgrößte internationale Gruppe in Russland – nach China. Die meisten schreiben sich für Medizinstudiengänge ein, angelockt von niedrigeren Studiengebühren im Vergleich zu westlichen Einrichtungen. Doch über die Hälfte der 350 Beschwerden, die indische Studierende 2025 aus dem Ausland einreichten, richteten sich gegen Russland. Vorwürfe wie Ausbeutung, Belästigung und Diskriminierung stehen dabei im Raum.

Für indische Studierende, die für ein kostenpflichtiges Studium nach Russland kommen, ist ein englischsprachiges Umfeld entscheidend. Viele legen zudem Wert auf Praktikumsmöglichkeiten während des Studiums und klare Berufsperspektiven nach dem Abschluss. Dennoch bleibt Russlands Anteil am indischen Bildungsauslandsmarkt gering – dominiert wird er weiterhin von westlichen Ländern.

Indiens laufende Reformen im medizinischen Bildungssektor könnten russische Hochschulen dazu drängen, ihre Lehrpläne zu modernisieren und die Sprachausbildung zu verbessern. Experten prognostizieren einen weiteren Anstieg indischer Studierender in Russland um 20 bis 30 Prozent, getrieben durch stärkere bilaterale Beziehungen und erleichterte Visaverfahren.

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Zwar wächst die Attraktivität Russlands für indische Studierende, doch bleiben Bedenken hinsichtlich der Behandlung und der akademischen Standards bestehen. Die Hochschulen des Landes müssen diese Probleme angehen, um ein nachhaltiges Wachstum zu sichern. Noch sind es vor allem die Medizinstudiengänge, die locken – doch umfassendere Reformen könnten die Chancen auch in anderen Fachbereichen erweitern.

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