Warum Fußball-Fans bei Übertragungen unterschiedlich schnell jubeln können
Greta WagnerWarum Fußball-Fans bei Übertragungen unterschiedlich schnell jubeln können
Fußball-Übertragungen erreichen Zuschauer mit unterschiedlichen Verzögerungen
Live-Fußballübertragungen können je nach Empfangsweg mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten beim Publikum ankommen. Zwischen klassischem Fernsehen und Streaming-Diensten gibt es spürbare Zeitunterschiede, die beeinflussen, wie Fans die Spiele erleben. Die Abweichungen reichen von Bruchteilen einer Sekunde bis hin zu fast einer Minute.
Am schnellsten ist nach wie vor das Satellitenfernsehen. Die Übertragung des ZDF hinkt dem Satellitensignal nur 0,1 Sekunden hinterher, während das Kabelprogramm der ARD mit 1,4 Sekunden Verzögerung eintrifft. Über Antenne empfangenes Fernsehen liegt mit zwei Sekunden noch weiter zurück.
Beim Streaming kommen zusätzliche Faktoren ins Spiel. Nutzer, die die ARD- und ZDF-Apps auf Android-Smartphones oder PCs verwenden, erleben unter den Streaming-Optionen die geringste Verzögerung. Allgemeine IPTV- oder Streaming-Dienste können jedoch bis zu 46 Sekunden hinterherhinken. Auch die Qualität des WLANs, die Leistung des heimischen Internets und die Serverauslastung beeinflussen das Seherlebnis. Vodafone-Kunden profitieren hier von einem leichten Vorteil: Dank der „Jubel-Booster“-Funktion verringert sich die Verzögerung um 1,2 bis 1,8 Sekunden.
Bei der WM 2026 werden nicht alle Spiele im klassischen Free-TV zu sehen sein. Nur 60 der 104 Partien werden ARD und ZDF übertragen, die übrigen 44 sind exklusiv bei Magenta TV zu sehen. Fans, die über Satellit oder die ARD- und ZDF-Apps schauen, erleben das Geschehen fast in Echtzeit. Wer auf andere Streaming-Methoden setzt, muss mit spürbaren Verzögerungen rechnen. Die Aufteilung der Spiele auf verschiedene Plattformen bedeutet zudem, dass einige Zuschauer auf Magenta TV zugreifen müssen, um alle Partien verfolgen zu können.






