Warum „Dinner for One“ seit 50 Jahren unser Silvester-Ritual prägt

Warum „Dinner for One“ seit 50 Jahren unser Silvester-Ritual prägt
Jedes Silvesterabend schalten Millionen in Deutschland und Österreich ein, um Dinner for One zu sehen – eine kurze Komödie, die längst zur festen Feiertagstradition geworden ist. Die Handlung spielt in einem englischen Salon um das Jahr 1900, wo eine ältere Dame ihren Geburtstag mit einem Dinner für einen (Dinner for one) feiert – begleitet nur von ihrem Butler.
Im Mittelpunkt der Sketch-Comedy steht Miss Sophie, eine 90-jährige Aristokratin, die ihren Geburtstag allein begeht. Ihre vier engsten Freunde, längst verstorben, sind symbolisch anwesend: Ihre leeren Stühle werden von Butler James besetzt. Er serviert nicht nur jeden Gang, sondern schlüpft auch in die Rolle jedes Gastes und imitiert deren Trinkgewohnheiten – mit zunehmend betrunkenen Folgen.
Das Menü folgt einem strengen, mehrgängigen Ablauf, bei dem zu jedem Gericht ein bestimmtes Getränk gehört. Das formelle Ritual spiegelt die kolonial geprägten und standesbewussten Traditionen der britischen Oberschicht wider. Während James pflichtbewusst jedes Glas leert, bröckelt seine Nüchternheit – und mit ihr die steife gesellschaftliche Ordnung. Daraus entsteht der Kern des Humors. Freddie Frinton spielt den Butler, dessen betrunkene Performance einen Kontrast zu Miss Sophies würdevoller Gelassenheit bildet. Ihre Beziehung ist eine Mischung aus Vertrautheit, Abhängigkeit und einem unausgesprochenen Pakt: Sie verlässt sich darauf, dass er die Illusion aufrechterhält, während er sich in der Absurdität der Situation verliert. Das Ergebnis ist eine düster-komische Auseinandersetzung mit Einsamkeit im Alter, die als gesellschaftliche Norm inszeniert wird.
Seit den frühen 1970er-Jahren wird Dinner for One jährlich ausgestrahlt und hat sich tief in der deutschsprachigen Kultur verankert. Die Mischung aus kulinarischem Ritual, Klassenparodie und stiller Melancholie macht die Sketch-Comedy zu einem kleinen, aber bleibenden Meisterwerk.
Die jährliche Ausstrahlung hat den Film zu einer Silvester-Institution werden lassen. Sein Mix aus Tradition, Satire und zartem Pathos berührt das Publikum bis heute. Für viele ist das Ritual, James bei seinem torkelnden Durchhalten des Dinners für einen (Dinner for one 2024) zu beobachten, längst so vertraut wie das Fest selbst.

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