17 June 2026, 18:15

Warum die schwarz-grüne Koalition in Deutschland immer scheiterte

Union und Grüne

Warum die schwarz-grüne Koalition in Deutschland immer scheiterte

Eine schwarz-grüne Koalition in Deutschland wurde zwar schon lange diskutiert, doch nie umgesetzt. Trotz möglicher Gelegenheiten in den Jahren 2013, 2017 und 2021 kam eine solche Regierung nie zustande. Die Idee gewann erstmals in den mittleren 1990er-Jahren an Fahrt, als die sogenannte „Pizza-Connection“ junge Politiker beider Seiten zusammenbrachte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Mitte der 1990er trafen sich Persönlichkeiten wie Cem Özdemir, Peter Altmaier und Armin Laschet in italienischen Restaurants, um gemeinsame Schnittmengen auszuloten. Diese informellen Gespräche zeigten Übereinstimmungen in der Außenpolitik, Europafragen und Verteidigung auf. Doch seither erschweren inhaltliche Differenzen und wechselseitige Abneigungen eine Zusammenarbeit.

Für eine funktionierende Koalition müssten Grüne und Union in zentralen Fragen Kompromisse eingehen. Die Union müsste strengere Klimapolitik akzeptieren, während die Grünen konservative Innenpolitik und Kritik von rechts außen ertragen müssten. Beide Seiten müssten zudem auf moralische Abqualifizierungen verzichten – etwa wenn Teile der Grünen Konservative pauschal als „rechts“, rassistisch oder antifeministisch abstempeln. Gleichzeitig haben CDU-Politiker wie Markus Söder und Jens Spahn eine ablehnende Haltung gegenüber den Grünen gefördert.

Ein solches Bündnis hätte einen steinigen Weg vor sich. Die Parteien müssten ihre Anhänger auf Kompromisse vorbereiten und mit massivem Widerstand aus den eigenen Reihen rechnen. Eine schwarz-grüne Bundesregierung könnte zwar die großen Zukunftsfragen angehen – doch tiefe Gräben und sachpolitische Konflikte bleiben erhebliche Hürden. Ohne gegenseitige Zugeständnisse erscheint ein Erfolg einer solchen Koalition unwahrscheinlich.

Quelle