09 February 2026, 14:18

Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Gewerkschaften erhöhen Druck vor Lohnverhandlungen

Eine Gruppe von Menschen marschiert eine baumbestandene Straße entlang und hält ein Banner mit der Aufschrift "Klima-Krise ist eine Krise", mit Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Winterdienst kündigt Warnstreik im Norden an - Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Gewerkschaften erhöhen Druck vor Lohnverhandlungen

Gewerkschaften rufen zu Warnstreiks in ganz Deutschland auf – Lohnverhandlungen stocken

In mehreren Bundesländern haben Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes zu Warnstreiks aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen ins Stocken geraten sind. In Schleswig-Holstein werden am Donnerstag Straßenbauarbeiter die Arbeit niederlegen, was zu Verkehrsbehinderungen führen könnte. Mit den Ausständen soll vor den entscheidenden Gesprächen nächste Woche in Potsdam Druck für höhere Löhne ausgeübt werden.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der dbb beamtenbund und tarifunion fordern für rund 2,2 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Sektor eine Lohnerhöhung von 7 Prozent. Zudem verlangen sie eine Mindestanhebung von 300 Euro pro Arbeitnehmer. Betroffen sind Angestellte in Bildung, Polizei, Baugewerbe und Verwaltung.

In Schleswig-Holstein legen am Donnerstag die Straßenwartungsteams die Arbeit nieder – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem frostige Bedingungen vorhergesagt sind. Externe Dienstleister sollen die Lücken an den 22 Standorten des Landes schließen, doch Verzögerungen bei den Winterdiensten sind dennoch wahrscheinlich. Eine Kundgebung in Kiel wird Beschäftigte aus dem gesamten Bundesland zusammenbringen, um auf die Verhandler Druck auszuüben.

Auch in anderen Bereichen wird es ganztägige Arbeitsniederlegungen geben. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP), die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben sich dem Aufruf angeschlossen. Die Verhandlungen für den Tarifvertrag TV-L 2026 werden am 11. und 12. Februar fortgesetzt. Ver.di vertritt dabei 925.000 Landesbeschäftigte, weitere Gewerkschaften vertreten rund 900.000 Arbeitnehmer.

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Die Streiks werden die öffentlichen Dienstleistungen belasten – besonders im Verkehrssektor und an Schulen. Die Verhandlungsführer geraten zunehmend unter Druck, da die Gewerkschaften vor den anstehenden Gesprächen nächste Woche auf bessere Bezahlung pochen. Jede Einigung wird Millionen Beschäftigte im deutschen öffentlichen Dienst betreffen.