Warnstreik in Kiel: Öffentlicher Dienst fordert sieben Prozent mehr Lohn
Claudia SeidelBeamte protestieren vor der Staatskanzlei in Kiel - Warnstreik in Kiel: Öffentlicher Dienst fordert sieben Prozent mehr Lohn
Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Schleswig-Holstein erhöhen Druck für höhere Löhne vor entscheidenden Verhandlungen
Am Montag haben rund 500 Landesbedienstete in Kiel mit einem Warnstreik für höhere Gehälter protestiert. Sie fordern eine Lohnerhöhung von sieben Prozent oder mindestens 300 Euro mehr pro Monat. Die Aktion fällt in die heiße Phase vor der nächsten Verhandlungsrunde, die am 15. Januar 2026 in Potsdam stattfinden soll.
Die Demonstration fand in Form einer Menschenkette statt, die sich vom Finanzministerium bis zur Staatskanzlei erstreckte. Organisiert wurde der Protest vom dbb beamtenbund und tarifunion sowie weiteren Gewerkschaften wie VDStra, DStG und DPolG. Die Beschäftigten aus verschiedenen Verbänden fordern nicht nur bessere Bezahlung, sondern auch, dass mögliche Lohnerhöhungen nicht nur für Angestellte im öffentlichen Dienst, sondern auch für Beamte gelten.
Finanzministerin Silke Schneider (Grüne) sprach die Demonstranten an und zeigte sich optimistisch, dass bis Ende Februar eine faire Einigung erzielt werden könne. Die Arbeitgeberseite hatte die Forderungen jedoch in der ersten Verhandlungsrunde abgelehnt und die geforderten Erhöhungen als nicht finanzierbar bezeichnet. Der dbb und die anderen Gewerkschaften bleiben indes unnachgiebig: Sie bestehen auf sieben Prozent mehr Lohn oder eine Mindesterhöhung von 300 Euro monatlich. Mit der zweiten Verhandlungsrunde am 15. Januar in Potsdam stehen nun harte Diskussionen bevor.
Der Warnstreik in Kiel markiert eine deutliche Zuspitzung im Tarifkonflikt. Sollte es keine Einigung geben, könnten weitere Arbeitskampfmaßnahmen folgen. Das Ergebnis der Januar-Gespräche wird zeigen, ob die Forderungen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst erfüllt werden.