Waldkirchs neue Friedhofsgebühren: Mehr Optionen, aber auch höhere Kosten ab 2026
Claudia SeidelWaldkirchs neue Friedhofsgebühren: Mehr Optionen, aber auch höhere Kosten ab 2026
Waldkircher Gemeinderat stimmt am 29. April 2026 über Änderungen der Friedhofsgebühren ab
Die geplanten Anpassungen sollen steigende Kosten decken und gleichzeitig neue Bestattungsoptionen einführen sowie in bestimmten Bereichen Gebühren senken.
Die überarbeitete Satzung zielt darauf ab, die Entgelte an die Inflation anzupassen und die Kostendeckung zu verbessern. Verwaltungs- und Bestattungsgebühren werden künftig die vollen Ausgaben widerspiegeln, während die Grabnutzungsentgelte zwar steigen, aber weiterhin teilweise von der Stadt subventioniert bleiben. Die Kostendeckungsquote für die Nutzung der Trauerhalle erhöht sich von 40 auf 60 Prozent.
Neu eingeführt werden zudem flexible Bestattungsmöglichkeiten: Urnenrasengräber können nun zwei Urnen aufnehmen, und individuelle Grabmale werden zugelassen. Darüber hinaus entsteht ein eigener Bereich für "Engelskinder" – Säuglinge, die vor oder kurz nach der Geburt verstarben –, der ohne zusätzliche Kosten genutzt werden kann.
Durch überarbeitete Berechnungsmethoden sinken hingegen einige Nutzungsgebühren. Insgesamt sollen die Änderungen rund 54.500 Euro zusätzliche Jahreseinnahmen generieren. Der Gemeinderat betont, dass die Neuregelungen ein transparenteres und nachhaltigeres Finanzierungssystem für die städtischen Friedhöfe schaffen werden.
Die vorgeschlagene Satzung wird im April 2026 zur endgültigen Abstimmung in den Waldkircher Gemeinderat eingebracht. Bei Annahme treten die Änderungen kurz darauf in Kraft und bringen aktualisierte Gebühren sowie erweiterte Bestattungsmöglichkeiten mit sich. Die Stadt erwartet, dass die Reformen eine ausgewogene Kostendeckung mit weiterhin familienfreundlicher Unterstützung verbinden.






