Verdeckte Kontrollen in Bad Kreuznach: E-Scooter-Fahrer und Radler im Visier der Polizei
Claudia SeidelVerdeckte Kontrollen in Bad Kreuznach: E-Scooter-Fahrer und Radler im Visier der Polizei
Zivilstreifenbeamte haben am Donnerstag verdeckte Kontrollen in der Fußgängerzone von Bad Kreuznach durchgeführt. Im Fokus standen Verstöße von E-Scooter- und Fahrradfahrern. Gleichzeitig wurden auch andere ordnungsrechtliche Probleme angegangen.
Bei den E-Scooter-Nutzern wurden 40 Verstöße dokumentiert, darunter die Benutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt sowie mehrere Fälle, in denen zwei Personen auf einem einzigen Scooter unterwegs waren. Fünf E-Scooter wurden beschlagnahmt, teilweise wegen fehlender Pflichtversicherung.
Drei weitere Verstöße betrafen das in der Zone geltende Alkoholverbot. Bei einem Vorfall leistete ein E-Scooter-Fahrer Widerstand, beleidigte die Beamten und löste eine Konfrontation aus. Zur Deeskalation wurden Polizei und zusätzliche Zivilstreifen hinzugezogen.
Bei Fahrradfahrern wurden 21 Ordnungswidrigkeiten registriert, darunter ein Fall von Handybenutzung während der Fahrt. Im Rahmen von Jugendschutzkontrollen beschlagnahmten die Beamten zudem Tabakwaren und illegale E-Zigaretten.
Mirko Helmut Kohl, Leiter der Ordnungsbehörde der Stadt, betonte, dass besonders schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer mehr Beachtung benötigen. Er kündigte an, die Kontrollen zur Verkehrssicherheit auszuweiten und verstärkt gegen das Parken auf Gehwegen und Behindertenparkplätzen vorzugehen.
E-Scooter bleiben in der Fußgängerzone weiterhin komplett verboten. Fahrräder sind dort nur zwischen 19 und 9 Uhr erlaubt.
Die Aktion zeigte, dass es weiterhin Probleme mit der missbräuchlichen Nutzung von E-Scootern und Fahrrädern gibt. Weitere Kontrollen sollen Parkverstöße ahnden und die Sicherheit für Fußgänger erhöhen. Die Stadt will bestehende Regeln konsequenter durchsetzen, um alle Verkehrsteilnehmer besser zu schützen.
