26 April 2026, 16:05

Verbraucherpolitik im Check: Licht und Schatten bei 23 Regierungsvorhaben

Offenes Buch mit der Aufschrift "Europas Warnsignal oder Gute Nachricht für Großbritannien" auf seinen Seiten.

Verbraucherpolitik im Check: Licht und Schatten bei 23 Regierungsvorhaben

Eine aktuelle Überprüfung der staatlichen Verbraucherpolitik zeigt gemischte Ergebnisse. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat 23 Vorhaben bewertet – mit Fortschritten, aber auch deutlichen Defiziten. Während einige zentrale Vorschläge weiterhin unberücksichtigt bleiben, stoßen andere auf Kritik wegen schwacher Umsetzung.

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Von den 23 untersuchten Maßnahmen wurden 14 entweder gestartet oder abgeschlossen. Sechs davon erhielten die Bewertung "stark", darunter das Engagement von Verbraucherschutzministerin Stefanie Hubig gegen Änderungen bei den EU-Fluggastrechten. Weitere sechs Initiativen schnitten mit "befriedigend" ab, etwa die Verlängerung des Deutschlandtickets, das zwar gesichert, aber nicht wie erhofft ausgebaut wurde. Zwei Vorhaben – die Vereinfachung der Datenschutzregeln und Maßnahmen zur Senkung der Strompreise für Haushalte – wurden als "schwach" eingestuft.

Die Analyse macht zudem auf neun noch nicht angegangene Vorschläge aufmerksam. Ramona Pop, Vorstandsmitglied des vzbv, hat nun ein direktes Gespräch mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche gefordert. Kritiker werfen Reiche vor, in ihren Beratungen vor allem Unternehmensinteressen zu berücksichtigen, während Umwelt- und Verbraucherschutzverbände vernachlässigt würden.

Trotz der Mängel sticht eine Maßnahme als Erfolg hervor: Die Reform der privaten Altersvorsorge wurde vom vzbv als "Meilenstein" gelobt und gilt als einer der wenigen Lichtblicke in der Bewertung.

Der vzbv-Bericht zeichnet ein gespaltenes Bild der Verbraucherpolitik unter der aktuellen Regierung. Zwar gibt es Fortschritte bei der Rentenreform und den Fluggastrechten, doch bei Themen wie Energiepreisen und Datenschutz hinkt die Umsetzung hinterher. Angesichts von neun noch ausstehenden Initiativen wächst der Druck, alle Beteiligten gleichberechtigt einzubinden.

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