Väter und Söhne: Wie ein Fotograf Europas Generationenbindungen einfängt
Noah WernerVäter und Söhne: Wie ein Fotograf Europas Generationenbindungen einfängt
Teaser: Der bulgarische Fotograf Valery Poshtarov ist durch ganz Europa gereist, um Väter mit ihren erwachsenen Söhnen zu porträtieren – Hand in Hand. Die Fotos erzählen von engen Bindungen und Generationenkonflikten, von Männlichkeitsbildern und von...
Veröffentlichungsdatum: 30. September 2025, 22:00 Uhr
Ein neues Fotoprojekt wirft ein Licht auf Vater-Sohn-Beziehungen in ganz Europa. Der bulgarische Fotograf Valery Poshtarov bereiste den Kontinent, um erwachsene Söhne zu fotografieren, die Händchen haltend mit ihren Vätern posieren. Die Aufnahmen offenbaren Geschichten von Verbundenheit, generationenübergreifenden Spannungen und kultureller Vielfalt.
Unterdessen vollziehen sich in Nordrhein-Westfalen kulturelle Verschiebungen – in Theater, Musik und lokalen Gemeinschaften. Das Schauspielhaus Bochum hat mit Nicolas Stemann einen neuen Generalintendanten für die Spielzeit 2027/2028 bestimmt, während eine große Ausstellung Dortmunds rebellische Punk- und Metal-Vergangenheit wiederaufleben lässt.
Valery Poshtarovs intime Porträts von Vätern und Söhnen werden im kommenden bodo-Magazin zum Thema „Väter und Söhne“ zu sehen sein, das am 1. Oktober erscheint. Die Fotos gehen weit über klassische Familienfotos hinaus und erkunden, wie sich Bindungen zwischen den Generationen vertiefen – oder unter Spannung geraten. Manche Paare wirken entspannt, andere lassen unausgesprochene Konflikte erahnen.
In Bochum hat das Schauspielhaus Nicolas Stemann als neuen Generalintendanten ab der Spielzeit 2027/2028 verpflichtet. Kurzfristiger steht der Wechsel an der Spitze des Jungen Schauspielhauses an: Thorsten Bihegue hat die Nachfolge von Cathrin Rose angetreten, deren endgültiger Abgang zuvor nicht offiziell bekannt gegeben worden war. Bihegues erste Spielzeit in der neuen Rolle hat bereits begonnen.
Im Ruhrgebiet kehrte Larissa Sirah Herlen – besser bekannt als Sängerin und Schauspielerin Lary – in ihre Heimatstadt Gelsenkirchen zurück. Sie stand im Eröffnungsstück der diesjährigen Ruhrtriennale auf der Bühne und brachte ihre Bühnenpräsenz dorthin zurück, wo alles begann. In Castrop-Rauxel feiert unterdessen eine Hobby-Fußballmannschaft leise ihr 20-jähriges Jubiläum wöchentlicher Spiele. Zu den Akteuren gehört Micky Beisenherz, bekannt als TV-Moderator und Podcast-Host, dessen fußballerisches Talent seinem professionellen Profil in nichts nachsteht.
Auch Dortmunds wilde Musikgeschichte wird wieder lebendig. Die Ausstellung und das Buch DortmUnderground 1978–1998 dokumentieren die Punk- und Heavy-Metal-Szene der Stadt anhand von Fotos, Flyern und Zeitzeugenberichten. Das Projekt verspricht einen ungeschönten Blick auf die Locations, Bands und Fans, die zwei Jahrzehnte Underground-Kultur prägten.
Abseits der Öffentlichkeit hat Birgit endlich ein Zuhause gefunden. Nach fast vier Jahren ohne feste Bleibe zog sie nach langer, mühevoller Suche in eine eigene Wohnung. Ihre Geschichte spiegelt die anhaltenden Wohnungsprobleme in der Region wider.
Seit sechs Jahren fördert Thomas Koch mit seiner Veranstaltungsreihe den direkten Dialog von Angesicht zu Angesicht. Seine Treffen verzichten auf Bildschirme und Mittelsmänner und ermutigen Fremde, einander zuzuhören und unmittelbar ins Gespräch zu kommen. Das Format hat eine Gefolgschaft unter denen gefunden, die in einer zunehmend digitalen Welt nach tieferen zwischenmenschlichen Verbindungen suchen.
Poshtarovs Vater-Sohn-Porträts erreichen im nächsten Monat die Leser:innen des bodo-Sonderhefts. Das Ruhrgebiet hingegen bleibt im Spannungsfeld von Tradition und Wandel – von Wechseln in der Theaterleitung über Basis-Fußball bis hin zu längst überfälligen Wohnlösungen.
Die DortmUnderground-Ausstellung lädt ein, die Energie von Dortmunds Vergangenheit nachzuerleben, während Kochs Dialogveranstaltungen und Birgits neues Zuhause zeigen, wie beharrliche kleine Schritte das Leben von Menschen nachhaltig verändern können.