UV-Strahlung steigt: Warum Hautkrebs in Deutschland dramatisch zunimmt
Claudia SeidelUV-Strahlung steigt: Warum Hautkrebs in Deutschland dramatisch zunimmt
Die ultravioletten Strahlen der Sonne stellen eine wachsende Gesundheitsgefahr dar, da der Klimawandel die Strahlenbelastung erhöht. Diese Strahlen, die bekanntlich Hautkrebs und langfristige Schäden verursachen, haben in Deutschland zu einem deutlichen Anstieg der Fälle geführt. Experten betonen zunehmend die Bedeutung eines richtigen Sonnenschutzes, um die Risiken zu verringern.
Die UV-Strahlung der Sonne erreicht die Erde in drei Formen: UVA-, UVB- und UVC-Strahlen. Während die Ozonschicht alle UVC-Strahlen blockiert, dringt UVA-Strahlung fast ungehindert durch. UVB-Strahlen werden zwar teilweise absorbiert, tragen aber dennoch zu Hautschäden und Krebs bei.
Die Sonne erzeugt Energie, indem sie etwa acht Prozent ihrer Masse umwandelt, wobei UV-Strahlen einen Teil dieser Strahlung ausmachen. Diese Strahlen sind krebserregend, und ihre Auswirkungen verschlimmern sich. Im Jahr 2023 wurden in Deutschland über 100.000 Hautkrebsbehandlungen verzeichnet – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu weniger als 42.000 Fällen vor einem Jahrzehnt.
Sonnenschutzmittel nutzen zwei Arten von UV-Filtern: organische (chemische) und physikalische (mineralische). Die Europäische Kommission empfiehlt, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel so stark sein sollte wie der auf der Verpackung angegebene Lichtschutzfaktor (LSF). Um den versprochenen Schutz zu erreichen, müssen Anwender zwei Milligramm Creme pro Quadratzentimeter Haut auftragen. Experten warnen jedoch vor der langfristigen Verwendung von Produkten mit Octocrylen, einem chemischen Filter, der mit möglichen Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht wird.
Die zunehmende UV-Belastung erfordert bessere Gewohnheiten beim Sonnenschutz. Die richtige Anwendung von Sonnencreme und das Bewusstsein für die verschiedenen Filtertypen können helfen, das Hautkrebsrisiko zu senken. Angesichts der steigenden Fallzahlen setzen sich Gesundheitsbehörden weiterhin für sicherere und wirksamere UV-Schutzmaßnahmen ein.






