13 March 2026, 06:06

Uli Hoeneß attackiert vegane Ernährung – trotz eigener Herzprobleme und wissenschaftlicher Gegenbeweise

Ein Plakat mit der Aufschrift "Essen: Kaufe es mit Bedacht, koche es mit Sorgfalt, verwende weniger Getreide & Fleisch, serviere nur genug, verwende den Rest, verschwendet es nicht" darauf gedruckt.

Uli Hoeneß attackiert vegane Ernährung – trotz eigener Herzprobleme und wissenschaftlicher Gegenbeweise

Uli Hoeneß, der ehemalige Präsident des FC Bayern München, hat mit seiner Kritik an veganer Ernährung eine Debatte ausgelöst. Er behauptete, langfristiger Verzicht auf tierische Produkte führe zu Krankheiten – trotz wachsender wissenschaftlicher Belege, die den Konsum von Fleisch mit ernsthaften Gesundheitsrisiken in Verbindung bringen. Seine Äußerungen kommen zu einer Zeit, in der immer mehr Menschen aus gesundheitlichen und ethischen Gründen auf pflanzliche Ernährung umsteigen.

Hoeneß äußerte sich in einem aktuellen Interview und erklärte, er könne Vegetarier noch akzeptieren, nicht aber Veganer, die er als übermäßig militant beschrieb. Seine Kritik ist bemerkenswert, wenn man seine eigenen gesundheitlichen Probleme bedenkt: Medienberichte haben wiederholt auf seine Herzprobleme und hohen Blutdruck hingewiesen – Beschwerden, die oft mit einem hohen Konsum von Fleisch und Milchprodukten einhergehen. Zahlreiche Studien belegen, dass solche Ernährungsgewohnheiten das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 erhöhen.

Bereits 2014 hatte der Geschäftsführer von Rügenwalder Mühle, einem der größten deutschen Fleischproduzenten, Wurstware mit Zigaretten verglichen und strengere Regulierungen für die Zukunft vorhergesagt. Zwar gibt es keine aktuellen Daten, die zeigen, wie sich diese Prognose bewahrheitet hat, doch der Trend zu pflanzlicher Ernährung hält an. Viele entscheiden sich heute nicht nur aus gesundheitlichen Gründen für Veganismus, sondern auch aus Tierschutz- und Umweltüberlegungen.

Als Reaktion auf Hoeneß' Aussagen lud die Tierrechtsorganisation PETA ihn ein, an ihrem Veganstart-Programm teilzunehmen. Die Organisation sucht regelmäßig den Dialog mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, um über die Vorteile einer pflanzlichen Lebensweise zu informieren.

Hoeneß' Aussagen spiegeln den anhaltenden Konflikt zwischen traditionellen Essgewohnheiten und dem Aufstieg des Veganismus wider. Seine eigene Krankengeschichte steht dabei im Widerspruch zu seiner Haltung, während die Forschung die Vorteile einer reduzierten Fleischzufuhr zunehmend untermauert. Die Debatte über Ernährungsentscheidungen – ob aus gesundheitlichen, ethischen oder Nachhaltigkeitsgründen – zeigt indes keine Anzeichen einer Beruhigung.

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