20 April 2026, 12:06

Tour de France 2029: Berlin könnte historischer Startort werden

Offizielles Tour de France-Jubiläumsplakat (1903–2003) mit Radrennern in einer Gruppenfahrt und begleitendem Text.

Tour de France 2029: Berlin könnte historischer Startort werden

Tour de France könnte bereits 2029 in Berlin starten – ein Jahr früher als geplant

Die Tour de France könnte bereits 2029 in Berlin beginnen, ein Jahr vor dem ursprünglich vorgesehenen Termin. Die Organisatoren bestätigten, dass kein alternativer Austragungsort für den Grand Départ in Betracht gezogen wird. Die Veranstaltung soll mit dem 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer 1989 zusammenfallen und den Auftakt der Rundfahrt damit historisch aufladen.

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Falls Deutschland den Zuschlag erhält, würde das Rennen voraussichtlich mit einem Prolog durch Berlins bekannteste Wahrzeichen starten. Die Radprofis würden am Brandenburger Tor vorbeifahren, um die Siegessäule eine Runde drehen und am französischen Botschaftsgebäude ins Ziel kommen. Anschließend würde die Strecke durch Mitteldeutschland führen, mit Etappen in der gesamten Region.

Laut der Initiative "Grand Départ Germany" könnte die wirtschaftliche Wirkung der Austragung des Grand Départ bis zu 150 Millionen Euro betragen. Andreas Prokop, Sprecher der Vereinigung, verweist auf Studien früherer Tour-Auftakte, denen zufolge jeder investierte Euro mehr als das Zehnfache an Rendite bringt. Dennoch bleiben die hohen Kosten – vor allem durch Lizenzgebühren an den Veranstalter Amaury Sport Organisation (ASO) – eine Hürde.

Um die Finanzierung zu sichern, will Thomas Hofmann, Präsident des Sächsischen Radsportverbands, ein Drittel der Ausgaben durch private Sponsoren decken. Der Rest soll aus öffentlichen Mitteln stammen, wobei Sachsen-Anhalt bereits finanzielle Unterstützung zugesagt hat. Auch der Berliner Senat prüft derzeit, ob er das Vorhaben fördern wird.

Der geplante Start 2029 wäre die erste Station der Tour in Deutschland seit 2006. Bei einer Genehmigung könnte das Ereignis große Zuschauer- und Medienresonanz auslösen und so Tourismus sowie lokale Wirtschaft stärken. Nun warten die Organisatoren auf die endgültigen Entscheidungen von öffentlichen und privaten Geldgebern, um die Pläne zu bestätigen.

Quelle