Tödlicher Streit in Gemeinschaftsunterkunft: Angeklagter bestreitet Tötungsabsicht nach Alkoholexzess
Neben dem Opfer geschlafen? Fataler Angriff: Prozess beginnt - Tödlicher Streit in Gemeinschaftsunterkunft: Angeklagter bestreitet Tötungsabsicht nach Alkoholexzess
Ein 38-jähriger Mann steht wegen tödlicher Körperverletzung an einem 41-jährigen Bekannten in einer Gemeinschaftsunterkunft vor Gericht. Der Vorfall ereignete sich im Main-Taunus-Kreis, wo beide Männer – ursprünglich aus der Ukraine – gemeinsam gelebt hatten. Das Opfer erlag später einer Hirnblutung nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung.
Die beiden Männer hatten den Abend gemeinsam mit Alkoholkonsum verbracht, bevor ihr Streit eskalierte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, das Opfer gewürgt, geschlagen und getreten zu haben, während es wehrlos am Boden lag. Nach dem Angriff soll der Beschuldigte sich neben den Verletzten gelegt und eingeschlafen sein.
Am nächsten Morgen entdeckte die Ex-Freundin des Angeklagten, die ebenfalls in der Wohnung lebte, ihren Lebensgefährten bewusstlos und mit Blutungen aus dem Mund. Der Notarzt wurde alarmiert, doch das Opfer erlag seinen Verletzungen. Die Polizei nahm den Beschuldigten kurz darauf vor dem Gebäude fest und brachte ihn in Untersuchungshaft.
Während des Prozesses verlas der Verteidiger des Angeklagten eine Erklärung, in der dieser jede Tötungsabsicht bestritt. Die Verteidigung behauptet, das Opfer sei nach starkem Alkoholkonsum ohne äußere Gewalteinwirkung zusammengebrochen. Vor Gericht wurde bekannt, dass der Angeklagte, ein ehemaliger Krankenpfleger, seit 2020 in einer deutschen Klinik gearbeitet und etwa fünf Jahre vor dem Vorfall in Deutschland gelebt hatte.
Das Verfahren läuft noch; ein Urteil wird bis Ende März erwartet. Die Staatsanwaltschaft vertritt die Auffassung, dass die Handlungen des Angeklagten direkt zum Tod des Opfers führten. Das Gericht muss nun klären, ob die Attacke den Tod verursachte oder ob andere Faktoren eine Rolle spielten.
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