29 March 2026, 02:08

Thyssenkrupp-Aktie stürzt auf 52-Wochen-Tief – Ölpreise und Importe belasten den Konzern schwer

Liniengraph, der die Öl-/Petroleumproduktion, -importe und -exporte der Vereinigten Staaten im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Thyssenkrupp-Aktie stürzt auf 52-Wochen-Tief – Ölpreise und Importe belasten den Konzern schwer

Aktie von Thyssenkrupp auf 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro gefallen – Minus von fast 44 Prozent seit Oktober-Höchststand

Der Industriekonzern Thyssenkrupp kämpft mit stark gestiegenen Ölpreisen und billigen Importen, was zu Produktionskürzungen am französischen Standort zwingt. Die Aktie des Unternehmens notiert derzeit bei einem neuen 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro – ein Rückgang von nahezu 44 Prozent gegenüber dem Höchststand im Oktober.

Seit Anfang März 2026 sind die Ölpreise im Zuge der Eskalation im Iran-Konflikt stark angestiegen. Die Nordsee-Sorte Brent kostet mittlerweile rund 113 US-Dollar pro Barrel, während der Preis für OPEC-Öl auf 143 Dollar geklettert ist. Diese Werte entsprechen denen während der Ukraine-Krise 2022, liegen aber deutlich über dem Durchschnitt von etwa 60 Dollar vor 2020.

Die gestiegenen Energiekosten belasten Thyssenkrupp schwer. Zudem setzt dem Konzern der Druck durch günstige Importe zu, was zu einer reduzierten Produktion in einem der französischen Werke geführt hat. Allein in den vergangenen 30 Tagen verlor die Aktie etwa 31 Prozent an Wert.

Als Reaktion auf die Energiekrise bereitet die Bundesregierung ein "Entlastungspaket für Spritpreise" vor. Zudem sollen Teile der staatlichen Ölreserven freigegeben werden, um die Marktnachfrage zu entspannen.

Unterdessen hat Bundeskanzler Friedrich Merz den gesetzlich festgelegten Kohleausstieg bis 2038 infrage gestellt. Der Schritt deutet auf wachsende Sorgen um die Energieversorgungssicherheit angesichts der instabilen Ölmärkte hin.

Die Thyssenkrupp-Aktie wird voraussichtlich weiter unter Druck bleiben, sofern die Ölpreise nicht sinken und sich die Importlage nicht entspannt. Die finanzielle Belastung des Konzerns spiegelt die allgemeinen wirtschaftlichen Herausforderungen wider: Hohe Energiekosten und eine schwache Nachfrage dämpfen die industrielle Produktion.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle