Thüringer Schulen kämpfen mit massiven Unterrichtsausfällen bis zu 25,7 Prozent
Claudia SeidelThüringer Schulen kämpfen mit massiven Unterrichtsausfällen bis zu 25,7 Prozent
Mehrere weiterführende Schulen in Thüringen kämpfen mit massiven Unterrichtsausfällen
Besonders betroffen sind die Rhön-Ulstertal-Schule in Geisa, die Erste Gemeindeschule in Bad Salzungen und die Staatliche Regelschule Dermbach, wo die Ausfallquoten besonders hoch ausfallen. Die Situation hat Kritik von lokalen Politikern ausgelöst und die Landesregierung zum Handeln veranlasst.
Im Frühjahressemester 2025/26 fielen an der Sekundarschule Geisa 21,2 Prozent des Unterrichts ohne Ersatz aus. Noch höher war die Quote an der Ersten Gemeindeschule Bad Salzungen mit 24,2 Prozent. Die Staatliche Regelschule Dermbach verzeichnete mit 25,7 Prozent die meisten Ausfälle.
An der Geisaer Sekundarschule waren vor allem die Fächer Englisch, Mathematik und Sport betroffen. Der Großteil der ausgefallenen Stunden blieb unkompensiert, was zu Lernzeitverlusten und einer zusätzlichen Belastung für die Lehrkräfte führte.
Martin Henkel (CDU) bezeichnete die Situation als „inakzeptabel“ und forderte umgehende Veränderungen. Er drängte die Schulbehörde Westthüringen, noch vor Beginn des neuen Schuljahres entschlossene Maßnahmen zu ergreifen. Die Landesregierung hat das Problem anerkannt und Gegenmaßnahmen wie eine verbesserte Personalgewinnung sowie befristete Einstellungen eingeleitet, um den Lehrkräftemangel zu bekämpfen.
Die Reaktion der Landesregierung bestätigt die hohen Ausfallquoten an Schulen unter der Zuständigkeit der Schulbehörde Westthüringen. Nun wird von den Verantwortlichen erwartet, Lösungen umzusetzen, um die Unterbrechungen zu verringern und die Bedingungen zu verbessern. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Gewährleistung eines vollständigen Unterrichtsangebots, auf das die Schülerinnen und Schüler einen Anspruch haben.






