Thüringen rüstet sich mit Rekord-Streusalz und 200 Fahrzeugen gegen den Winterchaos
Noah WernerWochenstart: 178 Schneeräumerfahrzeuge auf Bundes- und Staatsstraßen - Thüringen rüstet sich mit Rekord-Streusalz und 200 Fahrzeugen gegen den Winterchaos
Thüringen verstärkt Winterdienst-Vorbereitungen angesichts schwerer Schneefälle und Glätte auf Straßen
Angesichts heftiger Schneefälle und vereister Straßen in der Region hat Thüringen seine Vorbereitungen für den Winterdienst hochgefahren. Die Behörden haben tausende Tonnen Streusalz eingelagert und fast 200 Fahrzeuge im Einsatz, um die wichtigsten Verkehrswege frei zu halten. Dennoch gibt es Kritik an der Bewältigung der gefährlichen Fahrbedingungen.
Entlang besonders gefährdeter Straßenabschnitte wurden 236 Kilometer Schneezäune errichtet, um Schneeverwehungen zu verhindern. Für Autofahrer, die mit steilen oder rutschigen Passagen konfrontiert sind, stehen an kritischen Steigungen und Gefällstrecken nun 851 Selbstbedienungs-Streukästen bereit.
Um Eis und Schnee zu bekämpfen, umfasst die Winterdienstflotte Thüringens 183 Fahrzeuge für landeseigene Straßen. Zusätzlich wurden 178 Schneepflüge und Streufahrzeuge auf Bundes- und Landesstraßen außerhalb von Ballungsräumen entsandt. Autobahnen, Bundesstraßen und wichtige Landesverbindungen haben bei den Räumarbeiten Vorrang.
Fast 75.100 Tonnen Streusalz sind einsatzbereit, bei einer Gesamtlagerkapazität von 98.100 Tonnen. Zudem steht Sole als Taumittel zur Verfügung – mit einem Fassungsvermögen von knapp 1.900 Kubikmetern (1,9 Millionen Liter). Für die Räumung der Straßen innerhalb von Städten und Gemeinden bleiben die lokalen Behörden zuständig.
Verkehrsminister Steffen Schütz leitet den Winterdienst, der zunehmend unter Beobachtung steht. Erst kürzlich übt der Thüringer Verkehrsverband Kritik an den Maßnahmen und fordert mehr Engagement gegen die gefährlichen Straßenverhältnisse.
Mit umfassenden Vorbereitungen will Thüringen winterbedingte Behinderungen so gering wie möglich halten. Autofahrer werden dennoch aufgefordert, auf glatten Straßen besonders vorsichtig zu fahren. Der Winterdienst arbeitet unter strenger Aufsicht der Behörden weiter auf Hochtouren.






