TeamViewer-Aktie kämpft am Jahrestief – Führungswechsel und gesenkte Prognosen belasten Anleger
Greta WagnerTeamViewer-Aktie kämpft am Jahrestief – Führungswechsel und gesenkte Prognosen belasten Anleger
Teaser: TeamViewer reduziert eigene Aktien und tauscht Führungskräfte aus, während der Kurs nahe dem Jahrestief notiert. Die kürzlich gesenkte Wachstumsprognose belastet weiterhin die Stimmung an den Märkten.
6. Dezember 2025, 19:00 Uhr
Die Aktienperformance von TeamViewer sorgt bei Analysten für geteilte Reaktionen, während das Unternehmen seine finanzielle Ausrichtung anpasst. Der Kurs schloss am Freitag bei 5,58 Euro – nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 5,42 Euro. Gleichzeitig erhöhen jüngste Führungswechsel und überarbeitete Prognosen den Prüfdruck der Anleger.
Das Unternehmen hat seine Umsatzwachstumserwartungen für 2026 nach unten korrigiert und rechnet nun mit einer Spanne von 2 bis 6 Prozent. Parallel wurde die Prognose für die bereinigte EBITDA-Marge leicht auf 44 Prozent angehoben. Trotz dieser Anpassungen steht die Vertriebsabteilung unter Druck, die Erwartungen zu stabilisieren, nachdem frühere Wachstumsziele enttäuscht hatten.
Die Einschätzungen der Analysten gehen auseinander: Alice Jennings von Barclays Capital hält an der Kaufempfehlung fest, während Toby Ogg von JPMorgan das Kursziel auf 7,50 Euro gesenkt hat. Die Aktie selbst hat seit Januar 42,32 Prozent an Wert verloren und büßte im vergangenen Jahr über 54 Prozent ein.
Bei den Personalien verlässt Georg Beyschlag, Präsident für die Region Amerika, das Unternehmen zum Jahresende. Finn Faldi, der zuvor das Amerika-Geschäft leitete, kehrt als Executive Vice President of Global Inside Sales zurück.
TeamViewer reduziert zudem seinen Bestand an eigenen Aktien von 5,03 auf 4,00 Prozent und hält derzeit 6.533.838 direkt gezeichnete Papiere. Die Gesamtzahl der Stimmrechte beläuft sich auf 163,5 Millionen.
Die überarbeiteten Prognosen und Führungswechsel erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem TeamViewer das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen will. Angesichts der unterschiedlichen Analystenmeinungen und des Kurses nahe dem Jahrestief werden die nächsten Schritte des Unternehmens genau beobachtet. Im Fokus bleibt, ob die Vertriebsabteilung die angepassten Wachstumsziele für 2026 erreichen kann.