Südwestthüringen beschließt umstrittenen Regionalplan für mehr Windkraftanlagen
Greta WagnerSüdwestthüringen beschließt umstrittenen Regionalplan für mehr Windkraftanlagen
Ein neuer Regionalplan für Südwestthüringen ist verabschiedet worden und ebnet den Weg für weitere Windkraftanlagen. Der Entwurf sieht 40 Vorranggebiete vor, darunter sieben im Bereich der Rhön. Lokaler Widerstand zeigte sich deutlich, als sich am Mittwoch rund 150 Demonstranten vor der Sitzung in Suhl versammelten.
Der Regionalplanungsverband Südwestthüringen (RPG) hielt eine öffentliche Sitzung ab, um über die zweite Fassung seines Regionalplans abzustimmen. Diese Version erhöht die für Windenergie ausgewiesenen Flächen von 0,15 auf 1,7 Prozent – das entspricht etwa 6.900 Hektar. An Standorten wie Dietrichsberg, Hetzeberg, Hoppberg und Lohberg könnten künftig neue Windräder entstehen.
Vor dem Sitzungssaal inszenierten Kritiker einen "stummen Protest" gegen den Ausbau. Unter ihnen waren auch Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) "Stadtlengsfelder gegen Windräder im Wald". Trotz des Widerstands wurde der Entwurf wie geplant angenommen.
Ab dem 18. Mai läuft nun eine achtwöchige öffentliche Anhörung zum Plan. Ein Teil dieser Frist fällt in die Sommerferien, was die Beteiligung der Bevölkerung möglicherweise einschränkt.
Der beschlossene Plan bedeutet eine deutliche Ausweitung der Windenergiezonen in der Region. Bürger und Initiativen haben bis Mitte Juli Zeit, im Rahmen der Konsultation Stellung zu nehmen. Die endgültige Entscheidung wird festlegen, wo in den kommenden Jahren Windkraftanlagen gebaut werden dürfen.






