04 March 2026, 04:03

Stuttgarter Apotheke rechnet erstmals Papierrezepte digital über Scanacs ab

Eine Seite aus einem Buch mit einer Zeichnung einer automatischen Fernsprechvermittlungspatent von 1891.

Stuttgarter Apotheke rechnet erstmals Papierrezepte digital über Scanacs ab

Apotheke in Stuttgart als erste mit Abrechnung von Papierrezepten über Scanacs-Plattform bei der AOK Baden-Württemberg

Eine Apotheke in Stuttgart hat als erste Papierrezepte über die Scanacs-Plattform mit der AOK Baden-Württemberg abgerechnet. Dies markiert einen wichtigen Wandel in der Abrechnungspraxis von Apotheken, da das neue System sowohl elektronische als auch Papierrezepte gemeinsam verarbeiten kann.

Der Schritt folgt Anpassungen im Arzneimittelversorgungsvertrag (AVV), der nun eine einheitliche, standardisierte Abrechnungsmethode für alle Rezepte eines Monats vorschreibt.

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Im Januar wickelte die Stuttgarter Apotheke Rezeptabrechnungen im Wert von 80.000 Euro über Scanacs ab – darunter ein hochpreisiges Papierrezept mit einem Volumen von über 40.000 Euro. Scanacs-Geschäftsführer Frank Böhme bezeichnete dies als Meilenstein für die Weiterentwicklung der Plattform.

Das neue System schafft bisherige Beschränkungen bei der Abrechnungshäufigkeit ab und bedeutet für Apotheken keinen zusätzlichen Aufwand. Viele zeigen Interesse an der Option, bereits Mitte des Monats abzurechnen, was die Auszahlung bei teuren Papierrezepten beschleunigt.

Scanacs arbeitet daran, den Prozess weiter zu vereinfachen, sodass nach Ende der Übergangsphase keine Scanner mehr in den Apotheken installiert werden müssen. Zudem führt das Unternehmen Gespräche mit anderen Krankenkassen, um ein ähnliches Vorgehen einzuführen.

Nach den aktualisierten AVV-Regeln müssen sich Apotheken entweder für die Eigenabrechnung oder eine Clearingstelle entscheiden – falls sie Letztere wählen, müssen jedoch sämtliche Abrechnungen dieses Monats ausschließlich darüber laufen.

Die Neuerung vereinfacht die Abrechnung für Apotheken, ohne ihre Flexibilität einzuschränken. Da kein Mehraufwand entsteht, soll das System nach der Übergangsphase zum Standard werden. Scanacs baut seine Partnerschaften mit Krankenkassen weiter aus, um die Reichweite der Plattform zu vergrößern.