Steuerzahlerbund Hessen kritisiert 290.000 Euro für neues Landes-Design
Noah WernerSteuerzahlerbund Hessen kritisiert 290.000 Euro für neues Landes-Design
Der Bund der Steuerzahler Hessen stellt die Entscheidung der Landesregierung infrage, fast 300.000 Euro für ein neues Corporate Design auszugeben. Der Vorsitzende Joachim Papendick kritisiert die Ausgaben scharf und argumentiert, dass öffentliche Mittel stattdessen in grundlegende Leistungen wie Bildung und Infrastruktur fließen sollten.
Der Verband leitete eine Prüfung ein, nachdem bekannt wurde, dass allein die Neupositionierung des Landes Hessen rund 290.000 Euro für die Entwicklung gekostet hat. Die Gesamtkosten der Umsetzung sind jedoch noch unklar – was zusätzliche Fragen zur Transparenz aufwirft.
Papendick betonte, Steuergelder müssten vorrangig in dringende Aufgaben wie Schulen und Straßen investiert werden, statt in optische Aufwertungen. Zwar erkennt der Verband an, dass ein modernes Erscheinungsbild sinnvoll sein kann, doch zweifelt er daran, ob der Nutzen die hohen Kosten rechtfertigt.
Falls die Ausgaben als überzogen eingestuft werden, könnte das Rebranding-Projekt in der jährlichen Publikation "Die Schwarze Liste: Öffentliche Verschwendung" auftauchen. In diesem "Schwarzbuch" prangert der Verband Fälle an, in denen Steuergelder seiner Ansicht nach verschwendet oder ungerechtfertigt ausgegeben werden.
Der Verband wird die finanziellen Details des Projekts weiter prüfen, bevor über das weitere Vorgehen entschieden wird. Sollten die Kosten als unverhältnismäßig bewertet werden, könnte das Rebranding offiziell als Beispiel für Steuerverschwendung im nächsten Bericht aufgeführt werden.






