08 January 2026, 00:14

Sternsinger aus Mainz kämpfen gegen Kinderarbeit in globalen Lieferketten

Kinder auf einer Bühne singend mit einem grünen Vorhang im Hintergrund.

Ministerpräsident Schweitzer empfängt Sternsinger - Sternsinger aus Mainz kämpfen gegen Kinderarbeit in globalen Lieferketten

Am Heiligen Drei Könige besuchten junge Sternsinger aus ganz Rheinland-Pfalz die Staatskanzlei, um ihren traditionellen Segen zu überbringen. Die Kinder, die fünf Bistümer vertraten, wurden von Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) herzlich empfangen. Ihr Besuch stand zudem im Zeichen einer Kampagne gegen Kinderarbeit in globalen Lieferketten.

Die Gruppe der Sternsinger kam aus den Bistümern Speyer, Limburg, Trier und Mainz sowie aus der Pfarrei St. Peter/St. Emmeran in Mainz. Gemeinsam sprachen sie am 6. Januar 2026 in der Staatskanzlei den Segen „Christus mansionem benedicat“. Ministerpräsident Schweitzer nutzte die Gelegenheit, um ihr Engagement für soziale Gerechtigkeit zu würdigen.

Die diesjährige Sternsinger-Aktion steht unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Die Initiative macht auf ausbeuterische Arbeitsbedingungen aufmerksam, von denen weltweit Kinder betroffen sind. Als Reaktion darauf hat die Landesregierung Rheinland-Pfalz zugesagt, in allen öffentlichen Bauvorhaben nur noch Materialien einzusetzen, die frei von Kinderarbeit sind. Schweitzer betonte die Bedeutung des Einsatzes der Kinder für mehr Fairness und verwies darauf, dass ihr Anliegen mit der Landespolitik zu ethischen Beschaffungsrichtlinien übereinstimme.

Der traditionelle Segen war zugleich eine religiöse Feier und ein Aufruf zum Handeln. Das Land verpflichtet sich nun, in seinen Bauverträgen auf kinderarbeitsfreie Materialien zu achten. Unterdessen setzen die Sternsinger ihre Kampagne fort, um mehr Kinder den Schulbesuch statt der Arbeit in Fabriken zu ermöglichen.