SPD will auf Gehaltserhöhung für Abgeordnete verzichten – CDU/CSU zögert noch
Emilia KönigSPD will auf Gehaltserhöhung für Abgeordnete verzichten – CDU/CSU zögert noch
Im Bundestag ist eine Debatte über die Bezüge von Abgeordneten entbrannt, nachdem die SPD vorgeschlagen hat, auf die für dieses Jahr geplante Gehaltserhöhung für Parlamentarier zu verzichten. Die CDU/CSU reagiert zurückhaltend und signalisiert, zunächst interne Beratungen führen zu wollen, bevor sie öffentlich Stellung bezieht. Zur Diskussion steht eine Erhöhung um 4,2 Prozent, die die monatlichen Bezüge von 11.833,47 Euro auf 12.330,48 Euro anheben würde.
Den Anstoß zur Ablehnung der Gehaltsanpassung gab der CDU-Abgeordnete Wilhelm Gebhard. Er forderte Politiker auf, auf die Erhöhung zu verzichten – als Zeichen der Solidarität mit Bürgern, die unter hohen Spritpreisen und finanzieller Belastung leiden.
Nach geltenden Regeln passen sich die Abgeordnetenbezüge automatisch an, ohne direkte politische Einflussnahme. Steffen Bilger, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU, verteidigte dieses System. Es garantiere Fairness und Transparenz und verhindere willkürliche Entscheidungen, argumentierte er.
Statt einer pauschalen Ablehnung prüft die CDU/CSU nun Alternativen. Denkbar wäre etwa, die zusätzlichen Mittel in die Altersvorsorge umzuleiten oder die Aufwandsentschädigungen zu kürzen. Die Fraktion will die Angelegenheit zunächst intern beraten, bevor eine Entscheidung fällt.
Aus Kreisen der CDU/CSU heißt es, man strebe eine stille Einigung mit der SPD an. Ein gemeinsamer Vorschlag könnte folgen – allerdings erst, nachdem die Verhandlungen hinter verschlossenen Türen abgeschlossen sind.
Das Ergebnis wird entscheiden, ob die Abgeordnetenbezüge um 497 Euro pro Monat steigen. Jede Änderung des automatischen Systems würde breite Unterstützung erfordern. Bis dahin bleiben die nächsten Schritte der CDU/CSU noch Gegenstand der Beratungen.






