13 April 2026, 02:05

Spahn fordert Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel zur Entlastung der Ärmsten

Karte von Europa, die die EU-Mehrwertsteuersätze von 2014 mit Prozentangaben und Textannotationen zeigt.

Spahn fordert Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel zur Entlastung der Ärmsten

Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat vorgeschlagen, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel abzuschaffen. Mit diesem Schritt soll die finanzielle Belastung einkommensschwacher Haushalte verringert werden, die einen großen Teil ihres Einkommens für tägliche Grundbedürfnisse ausgeben. Sein Vorstoß fällt in eine Phase breiterer Diskussionen über eine Reform der Mehrwertsteuer, um Inflation und Haushaltsfragen zu begegnen.

Spahn betonte, dass lebensnotwendige Lebensmittel – ähnlich wie Mieten, die bereits steuerfrei sind – von der Mehrwertsteuer befreit werden sollten. Dies würde seiner Ansicht nach als eine Form des sozialen Ausgleichs wirken und die Lebenshaltungskosten für diejenigen senken, die besonders unter steigenden Preisen leiden.

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Die Koalition plant, die Vorschläge intern zu prüfen, bevor sie öffentlich Stellung nimmt. Unter den diskutierten Optionen befindet sich auch eine allgemeine Erhöhung der Mehrwertsteuer, um den Bundeshaushalt zu entlasten. Spahn unterstrich jedoch, dass der Wegfall der Steuer auf Grundnahrungsmittel inflationsbedingte Belastungen für bedürftige Familien abfedern könnte.

Er räumte ein, dass mögliche Änderungen der Mehrwertsteuer sorgfältig abgewogen werden müssten, da es sowohl wirtschaftliche Argumente für als auch gegen eine Reform gebe. Die Gespräche befinden sich noch in einem frühen Stadium, und es wurden noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen.

Der Vorschlag, die Mehrwertsteuer auf essenzielle Lebensmittel zu streichen, würde die Ausgaben einkommensschwacher Haushalte direkt senken. Sollte er umgesetzt werden, wäre dies ein Paradigmenwechsel in der Besteuerung grundlegender Verbrauchsgüter in Deutschland. Die interne Prüfung durch die Koalition wird zeigen, ob der Plan weiterverfolgt wird.

Quelle