Solinger Ratsfraktion attackiert Theater-Studie: "Voreingenommen und unvollständig"
Noah WernerSolinger Ratsfraktion attackiert Theater-Studie: "Voreingenommen und unvollständig"
Die Solinger Ratsfraktion SG_zukunft hat scharfe Kritik an einer aktuellen Szenariostudie zur Zukunft des städtischen Theaters und Konzerthauses geübt. Die Gruppe wirft dem Bericht Voringenommenheit vor und bemängelt, dass zentrale Bedenken zu Abriss- und Neubauplänen nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Die Fraktion moniert, dass die Studie wichtige Aspekte außer Acht lasse – etwa die graue Energie des Bestandsgebäudes sowie die Existenz eines unterirdischen Bunkers. Zudem zweifelt SG_zukunft die Seriosität der Kostenschätzungen für öffentliche Bauvorhaben an und verweist als warnendes Beispiel auf die Feuerwehrwache in Ohligs, bei der es zu erheblichen Budgetüberschreitungen gekommen war.
Kategorisch lehnt die Gruppe den Abriss des bestehenden Hauses ab. Kultureller Wert lasse sich nicht allein an Kosten messen, betont sie. Zugleich äußert die Fraktion massive Vorbehalte gegen die aktuellen Planungsvorschläge und warnt vor möglichen Verkehrsproblemen, falls auf dem Gelände eine neue Feuerwehrwache entstehen sollte.
Darüber hinaus wirft SG_zukunft der Studie mangelnde Neutralität vor. Man gehe davon aus, dass die Untersuchung mit einer vorgegebenen Agenda in Auftrag gegeben worden sei, um den Abriss zu rechtfertigen. Die politische Debatte dürfte in den kommenden Tagen an Schärfe gewinnen, wenn die städtischen Gremien über die Zukunft des Gebäudes beraten.
Das Schicksal von Solingens Theater und Konzerthaus bleibt vorerst ungewiss. Die zuständigen Ausschüsse werden die Vorschläge in Kürze prüfen – dabei könnten die Einwände von SG_zukunft die anstehenden Diskussionen über das weitere Vorgehen maßgeblich prägen.
