30 March 2026, 22:07

Siemens plant radikale Umstrukturierung: Sparten sollen aufgelöst werden

Zeugnis für Inhaberaktien der Landore Siemens Steel Company Limited, ein Papierdokument mit Unternehmensdetails wie Name und Adresse.

Siemens plant radikale Umstrukturierung: Sparten sollen aufgelöst werden

Siemens erwägt im Rahmen seiner langfristigen Strategie eine umfassende interne Umstrukturierung. Das Unternehmen könnte seine Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure auflösen, um die Abläufe zu straffen. Mit den möglichen Änderungen seien zwar keine Stellenstreichungen verbunden, doch für Führungskräfte könnten sich die Verantwortungsbereiche verschieben.

Die geplante Neuordnung folgt auf die Ausgliederung von Siemens Healthineers und steht im Einklang mit der Vision von Vorstandschef Roland Busch, Siemens zu einem "One Tech Company"-Konzerne zu formen. Busch hatte diesen Plan bereits vor eineinhalb Jahren intern skizziert. Im neuen Modell würden die bisherigen Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure in sechs oder sieben kleinere Einheiten aufgeteilt.

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Die Sparte Digital Industries ist derzeit für Fabrikautomatisierung, Antriebstechnik und Prozessautomatisierung zuständig, während Smart Infrastructure Gebäudetechnik und Energiemanagement steuert. Sollte die Umstrukturierung umgesetzt werden, würden diese Bereiche direkt an den Siemens-Vorstand berichten – eine Maßnahme, die interne Abgrenzungen verringern soll.

Erstmals hatte die "Handelsblatt" über die mögliche Reform berichtet, doch Siemens hat die Details offiziell noch nicht bestätigt. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme zu den Spekulationen ab. Matthias Rebellius und Cedrik Neike, die die beiden Sparten leiten, könnten im Falle der Umstrukturierung eine Anpassung ihrer Rollen erleben.

Ziel der Maßnahme ist es, die Zusammenarbeit zwischen den verbleibenden Geschäftsbereichen von Siemens enger zu gestalten. Jede neue Einheit würde eigenständiger agieren, allerdings unter der Aufsicht des Vorstands. Zwar sind keine Entlassungen geplant, doch die Neuausrichtung könnte die Funktionsweise zentraler Unternehmensbereiche grundlegend verändern.

Quelle