Schnieder blockiert billigere ÖPNV-Tickets und lehnt Tempolimit ab
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder lehnt günstigere ÖPNV-Tickets ab und schließt generelles Tempolimit auf Autobahnen aus
Seine Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Finanzierung des Deutschlandtickets bis 2030 gesichert ist und damit dessen langfristige Zukunft garantiert wird.
Das im Mai 2023 eingeführte Ticket verzeichnet eine stabile Nutzung mit rund 14 Millionen regelmäßigen Fahrgästen bundesweit. Schnieder verteidigte die aktuelle Preispolitik des Deutschlandtickets, dessen monatlicher Preis im Januar 2026 auf 63 Euro angehoben wurde. Er betonte, dass es weiterhin günstiger sei als herkömmliche Monatskarten und den gesamten öffentlichen Nah- und Fernverkehr in Deutschland abdecke. Die Finanzierung ist bis 2030 gesichert, wobei Bund und Länder jeweils 1,5 Milliarden Euro jährlich beisteuern. Künftige Preisanpassungen sollen sich an einem neuen Indexsystem orientieren.
Der Minister wies zudem den Vorschlag von Finanzminister Lars Klingbeil zurück, nach dem eine Obergrenze für Spritpreise nach luxemburgischem Vorbild eingeführt werden solle. Schnieder bezeichnete ein solches Modell als übermäßige Markteingriffe. Stattdessen schlug er vor, dass Autofahrer durch angepasste Geschwindigkeit ihren Kraftstoffverbrauch senken könnten – ohne dass ein generelles Tempolimit nötig sei.
Seit seiner Einführung hat das Deutschlandticket die Nutzung des öffentlichen Verkehrs gefördert, auch wenn präzise Zahlen für Großstädte wie Berlin, München oder Hamburg nicht vorliegen. Trotz der Preiserhöhungen blieb die Nachfrage stabil; nach der Anpassung 2026 gab es keinen spürbaren Rückgang bei den Abonnements. Die langfristige Finanzierung sichert das Fortbestehen des Tickets für die kommenden Jahre.
Das Deutschlandticket bleibt damit ein zentraler Bestandteil des deutschen Verkehrssystems, mit festgelegten Preisen und Finanzierung bis 2030. Schnieders Haltung bedeutet, dass weder weitere Rabatte noch Geschwindigkeitsbegrenzungen geplant sind. Der Fokus liegt darauf, das bestehende System zu erhalten und gleichzeitig freiwillige Kraftstoffeinsparungen zu fördern.






