Schneechos in München: Hunderte Passagiere stecken stundenlang in Flugzeugen fest
Greta WagnerVerpflichtender Übernachtungsaufenthalt im Flugzeug - Kritik von der Feuerwehr - Schneechos in München: Hunderte Passagiere stecken stundenlang in Flugzeugen fest
Hunderte Passagiere verbrachten die Nacht des 27. Februar 2026 in Flugzeugen festgesetzt, nachdem heftige Schneefälle am Flughafen München zu massiven Verspätungen geführt hatten. Der Vorfall wirft Fragen zur Notfallbewältigung auf, da die Flughafenfeuerwehr trotz geeigneter Ausrüstung nie zum Einsatz kam.
Die Chaos begann am späten Abend des 27. Februar, als dicker Schnee München unter einer weißen Decke begrab. Gleichzeitig breitete sich dichter Nebel über die Donauregion und Süddeutschland aus, was die Sicht stark einschränkte und den Bodenverkehr erschwerte. Obwohl es keine offiziellen Meldungen über größere Verzögerungen im öffentlichen Nahverkehr gab, saßen Fluggäste stundenlang in den Maschinen fest.
Die spezialisierte Flughafenfeuerwehr, die für solche Notfälle ausgebildet ist, wurde nicht hinzugezogen. Ihre speziellen Treppenfahrzeuge hätten es den Passagieren ermöglicht, sicher auszustiegen und die Terminalgebäude zu erreichen. Siegfried Maier, Vorsitzender der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft, kritisierte im Nachhinein die Entscheidung, die Flughafenfeuerwehr nicht in die Maßnahmen einzubinden.
Eine gemeinsame Pressekonferenz von Flughafen und Lufthansa wurde nun anberaumt. Dort sollen Verantwortliche darlegen, was schiefgelaufen ist und warum die üblichen Notfallprotokolle nicht befolgt wurden.
Die Passagiere blieben über Nacht ohne Zugang zu angemessenen Einrichtungen gestrandet. Die Behörden müssen nun aufklären, warum die Ressourcen der Flughafenfeuerwehr ungenutzt blieben, obwohl sie hätte helfen können. In den kommenden Tagen wird eine umfassende Überprüfung der Notfallpläne des Flughafens erwartet.






