Schleswig-Holstein setzt auf Qualität statt auf Rekordzahlen im Tourismusboom 2024

Emilia König
Emilia König
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Luftaufnahme eines Resorts inmitten eines dichten Waldes mit Gebäuden, Straßen und einem Fluss in der Mitte, unter einem klaren Himmel.Emilia König

Neuer Tourismus-Chef setzt auf Qualität des Angebots - Schleswig-Holstein setzt auf Qualität statt auf Rekordzahlen im Tourismusboom 2024

Schleswig-Holsteins Tourismusbranche verzeichnet Rekordzahlen: 9,42 Millionen Besucher und 38,09 Millionen Übernachtungen im Jahr 2024. Doch der neue Tourismuschef des Landes, Stefan Borgmann, setzt nicht nur auf steigende Gästezahlen, sondern vor allem auf qualitative Verbesserungen – von der Infrastruktur bis zur lokalen Unterstützung der Branche in Schleswig-Holstein.

Als neuer Geschäftsführer der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH) betont Borgmann, dass für ihn Qualität vor Quantität stehe. Attraktivere Promenaden, Wege und Seebrücken sowie modernisierte Unterkünfte sollen die Region für Urlauber noch reizvoller machen. Gleichzeitig warnt er: Viele der bestehenden touristischen Einrichtungen seien veraltet und dringend sanierungsbedürftig.

Ein zentraler Hebel für den Wandel sei aus seiner Sicht die öffentliche Investition. Durch die Aufwertung der Infrastruktur hofft Borgmann, auch private Unternehmen zu eigenen Modernisierungen zu motivieren – und so Arbeitsplätze zu sichern sowie die lokale Wirtschaft in Holstein Kiel und Südholstein zu stärken. Allerdings räumt er ein, dass nicht alle Kommunen über dieselben finanziellen Spielräume oder Kapazitäten verfügen. Diese Ungleichheit könnte dazu führen, dass manche Regionen bei den Modernisierungsbemühungen zurückfallen.

Ein weiteres Anliegen Borgmanns ist es, die Akzeptanz für den Tourismus in der Bevölkerung zu stärken. Zwar bringe die Branche wirtschaftliche Vorteile, doch Überlastung oder unkontrolliertes Wachstum könnten auch Konflikte mit Anwohnern auslösen. Sein Ziel ist es, die Bedürfnisse der Gäste mit denen der lokalen Gemeinschaften in Einklang zu bringen.

Der Vorstoß für bessere Infrastruktur kommt zu einer Zeit, in der der Tourismus in Schleswig-Holstein boomt. Borgmanns Pläne zielen darauf ab, dieses Wachstum nachhaltig und breitenwirksam zu gestalten. Ob die Kommunen die notwendigen Aufwertungen stemmen können, bleibt jedoch ungewiss – schließlich variieren Finanzmittel und Entscheidungsprozesse in der Region stark.

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