Satirisches Gedicht im Auswärtigen Amt entfacht Debatte über Baerbock und Habeck
Claudia Seidel"Bild": Aufruhr im Ministerium wegen internem Spottgedicht - Satirisches Gedicht im Auswärtigen Amt entfacht Debatte über Baerbock und Habeck
Ein satirisches Gedicht, das sich gegen die ehemalige deutsche Außenministerin Annalena Baerbock und Vizekanzler Robert Habeck richtet, hat im Auswärtigen Amt eine Debatte ausgelöst. Der Text, der ursprünglich in der hausinternen Zeitschrift des Ministeriums veröffentlicht wurde, nimmt ihre Politik während der Ampelkoalition auf die Schippe. Beide Politiker verließen ihre Ämter im September und beendeten damit ihre prominenten Rollen in Berlin.
Das Gedicht mit dem Titel ‘Heizung aus, Pulli an’ stammt von Siegfried Geilhausen, einem Vizekonsul in Temeswar, Rumänien, der unter dem Pseudonym SIGGIG schreibt. Es erschien in InternAA, dem Mitarbeitermagazin des Auswärtigen Amts, das redaktionell unabhängig agiert. Zeilen wie ‘Die Welt, feministisch entworfen, soll gerettet werden – doch nicht alle lachten dazu’ oder ‘Glatte Reden, ohne Können, vergaßen das Volk’ karikieren direkt den politischen Stil der beiden Spitzenpolitiker.
Baerbock schied im September als Außenministerin aus, um das Amt der Präsidentin der UN-Generalversammlung zu übernehmen. Habeck hingegen legte im selben Monat seine Ämter als Vizekanzler und Wirtschaftsminister nieder und verließ später den Bundestag. Mittlerweile arbeitet er an einem Forschungsinstitut in Dänemark. Das Auswärtige Amt betonte, dass InternAA eine interne Publikation ohne offizielle Regierungsaufsicht sei. Dennoch hat die scharfe Kritik des Gedichts an Baerbocks und Habecks Amtszeit über die Ministeriumsmauern hinaus Aufmerksamkeit erregt.
Die Kontroverse wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Spannungen um das Erbe der Ampelkoalition. Zwar haben sich Baerbock und Habeck neuen Aufgaben zugewandt, doch ihre Regierungszeit bleibt Gegenstand öffentlicher und interner Diskussionen. Die Veröffentlichung des Gedichts in einem offiziellen Magazin hat die Debatte über ihr politisches Wirken weiter angeheizt.