23 May 2026, 16:09

Salzgitter blockiert Tiny Houses: Stadtrat lehnt DiBo-Antrag klar ab

Baugenehmigungen für Tiny Houses? So entschied der Rat der Stadt Salzgitter

Salzgitter blockiert Tiny Houses: Stadtrat lehnt DiBo-Antrag klar ab

Ein Antrag zur Einführung von Tiny Houses in Salzgitter ist vom Stadtrat deutlich abgelehnt worden. Der von der DiBo-Fraktion eingebrachte Vorschlag zielte darauf ab, Baugenehmigungen zu vereinfachen und die kleinen Häuser in die örtlichen Bebauungspläne zu integrieren. Bei der Abstimmung unterstützten lediglich zwei Ratsmitglieder die Idee.

Die DiBo-Fraktion, angeführt von den ehemaligen AfD-Politikern Thomas Disselhof und Jörg Bogun, argumentierte, dass Tiny Houses sowohl älteren Bürgern als auch der Stadt zugutekommen würden. Die kompakt gebauten Häuser seien ideal für Senioren, die ihren Wohnraum verkleinern wollten, da sie oft barrierefrei und leichter zu unterhalten seien, so die Gruppe. Zudem schlug sie vor, die Immobilien an junge Familien zu verkaufen, was die finanzielle Belastung der städtischen Senioreneinrichtungen verringern könnte.

Der Antrag forderte klare Regelungen, wo und wie Tiny Houses errichtet werden dürfen. Vorgeschlagen wurde, sie in bestehende und künftige Bebauungspläne aufzunehmen und verbindliche Baustandards festzulegen. Der Rat lehnte den Vorschlag jedoch mit großer Mehrheit ab – fast alle Mitglieder stimmten dagegen.

Die Ablehnung bedeutet, dass Tiny Houses vorerst keinen Platz in der Wohnungsbaustrategie Salzgitters haben werden. Der DiBo-Antrag hatte sich auf Praktikabilität und Kosteneinsparungen konzentriert, doch der Rat übernahm den Plan nicht. Weitere Schritte in der Angelegenheit wurden bisher nicht angekündigt.

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