28 December 2025, 03:26

Salty Blue GmbH meldet Insolvenz nach Nachfrageeinbruch und Kostenexplosion an

Ein beschädigtes Wohnmobil mit Gemälden und Zitaten darauf, das vor einem bewaldeten Gebiet geparkt ist.

Salty Blue GmbH meldet Insolvenz nach Nachfrageeinbruch und Kostenexplosion an

Salty Blue GmbH meldet Insolvenz an

Der Wohnmobilhersteller Salty Blue GmbH mit Sitz in Bargteheide hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen gab die offizielle Erklärung am 17. Dezember ab und führte finanzielle Schwierigkeiten nach einem drastischen Nachfragerückgang als Grund an. Trotz dieser Rückschläge plant das Unternehmen, den Betrieb aufrechtzuerhalten und nach Wegen zur Erholung zu suchen.

Die Probleme von Salty Blue gehen auf einen starken Einbruch der Verkäufe nach dem pandemiebedingten Boom zurück. Während der COVID-19-Phase war die Nachfrage nach Wohnmobilen stark gestiegen, doch der Markt hat sich seitdem deutlich abgeschwächt. Branchenweit wurden 2024 allein 16,4 Prozent weniger Wohnmobile und Campervan verkauft.

Auch die steigenden Kosten belasten Salty Blue schwer. Die Preise für Bauteile sind in den letzten Jahren um bis zu 200 Prozent gestiegen und haben die Gewinnmargen stark beschnitten. Um die Finanzierung der Komponenten zu sichern, ist das Unternehmen inzwischen auf Vorauszahlungen der Kunden angewiesen.

Der Insolvenzverwalter Torben Langhinrichs bestätigte, dass der Betrieb vorerst fortgeführt wird. Priorität habe die Abwicklung der bestehenden Aufträge, während gleichzeitig nach langfristigen Lösungen gesucht werde. Obwohl aus öffentlichen Quellen keine konkreten Investoren genannt werden, gebe es Interesse an möglichen Partnerschaften.

Die gesamte Wohnmobilbranche steht vor ähnlichen Herausforderungen. Nachlassende Nachfrage und explodierende Kosten bringen viele Unternehmen in Existenznot.

Die Insolvenzanmeldung von Salty Blue markiert einen Wendepunkt für den einst blühenden Hersteller. Das Unternehmen wird weiterhin Wohnmobile produzieren und gleichzeitig daran arbeiten, die Finanzen zu stabilisieren. Unterdessen kämpft die gesamte Branche mit Überkapazitäten und steigenden Betriebskosten.