16 January 2026, 16:43

Sachsens Innenminister fordert härtere Abschieberegeln und EMRK-Reform

Ein blauer Kreis mit einer weißen Umrandung und einem weißen Stern in der Mitte, der eine weiße Taube mit ausgebreiteten Flügeln enthält und der Name der Gruppe in fetter weißer Schrift.

Schuster will Haft für ausreisepflichtige Ausländer - Sachsens Innenminister fordert härtere Abschieberegeln und EMRK-Reform

Sachsens Innenminister Armin Schuster drängt auf schärfere Abschieberegeln und fordert eine Reform der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). Er argumentiert, dass die aktuellen Gesetze die Abschiebung von Straftätern und Terrorverdächtigen in Länder mit schwächeren Asylsystemen verhindern.

Schuster schlug zudem neue Maßnahmen vor, darunter die Inhaftierung von Personen, die sich gegen ihre Abschiebung wehren, um die Rückführung abgelehnter Asylbewerber aus Deutschland zu beschleunigen.

Der Minister kritisierte den bestehenden menschenrechtlichen Rahmen und behauptete, dieser verhindere Abschiebungen in Staaten mit unzureichenden Asylbedingungen. Er betonte, die Sicherheit der deutschen Bürger müsse Vorrang vor dem Aufenthaltsrecht schwerer Straftäter haben.

Schuster lobte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt dafür, endlich konkrete Schritte in der seit langem diskutierten Abschiebepolitik einzuleiten. Er zeigte sich erleichtert, dass Dobrindt die Thematik aufgreife – insbesondere mit Blick auf seinen eigenen Vorschlag zur Einführung von Beugehaft, also Erzwingungshaft, um abgelehnte Asylbewerber zur Kooperation zu zwingen.

Um die Durchsetzung zu stärken, forderte Schuster ein „Beschleunigtes Abschiebeverfahren“. Er regte an, „Abschiebehaft“ von bis zu sechs Monaten einzusetzen, um die Mitwirkung von Personen mit rechtskräftiger Ausreisepflicht zu erzwingen. Sachsen bot zudem an, am Flughafen Leipzig-Halle ein bundesweites Abschiebezentrum einzurichten – ein Zeichen für die Bereitschaft, strengere Maßnahmen zu unterstützen.

Schuster plädierte dafür, Zwangshaft auf Ausländer anzuwenden, die behördliche Anordnungen wiederholt ignorieren. Seine Vorschläge zielen darauf ab, Verzögerungen bei Abschiebungen zu verringern und die Rückführung von Personen, die Deutschland verlassen müssen, zu beschleunigen.

Zu den Plänen gehören Inhaftierungen für nicht kooperative Personen sowie ein vereinfachtes Abschiebeverfahren. Das Angebot Sachsens, am Flughafen Leipzig-Halle ein bundesweites Abschiebezentrum zu betreiben, unterstreicht das Engagement für diese Maßnahmen.

Sollten die Reformen umgesetzt werden, würden sie Abschiebungen in Drittstaaten ermöglichen und die öffentliche Sicherheit über die Aufenthaltsrechte verurteilter Straftäter stellen.