Sachsen-Anhalt setzt auf ausländische Arbeitskräfte wie nie zuvor
Sachsen-Anhalt verzeichnet starken Anstieg ausländischer Beschäftigung
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Das Bundesland führt damit in Ostdeutschland beim Wachstum – seit 2015 stieg die Zahl der internationalen Beschäftigten um 308 Prozent. Immer mehr Unternehmen setzen auf Arbeitskräfte aus dem Ausland, um langfristige Personalengpässe zu überwinden.
Zwischen Juni 2024 und Juni 2025 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten ausländischen Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt um 5.560. Mittlerweile stammen fast 9 Prozent der Erwerbstätigen im Land aus dem Ausland. Die Zahl der Betriebe, die internationale Fachkräfte einstellen, hat sich seit 2015 mehr als verdoppelt.
Aktuell beschäftigt jedes vierte Unternehmen in Sachsen-Anhalt ausländische Arbeitskräfte. Drei Viertel der Firmen tun dies jedoch noch nicht. Größere Betriebe stellen dabei mit höherer Wahrscheinlichkeit Personal aus dem Ausland ein. Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont, dass Zuwanderung angesichts der demografischen Entwicklung für den Arbeitsmarkt unverzichtbar sei.
Die ausländische Belegschaft in Sachsen-Anhalt wächst rasant. Die Abhängigkeit von internationalen Arbeitskräften wird voraussichtlich weiter zunehmen, da Unternehmen versuchen, Personalengpässe zu schließen. Angesichts des demografischen Drucks könnten in Zukunft noch mehr Betriebe diesem Trend folgen.






