04 April 2026, 10:05

Sachsen-Anhalt im Streik: Beschäftigte kämpfen um faire Löhne und Gleichstellung

Schwarze und weiße Gravur eines Mannes, der eine Karre mit Kohle durch eine Fabrik schiebt, mit Rauch aus einem Schornstein und verstreuten Gegenständen im Hintergrund.

Sachsen-Anhalt im Streik: Beschäftigte kämpfen um faire Löhne und Gleichstellung

Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt streiken für höhere Löhne

In Sachsen-Anhalt haben Beschäftigte eine Reihe von Streiks wegen anhaltender Lohnkonflikte begonnen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) organisiert die Arbeitsniederlegungen bei zwei großen Arbeitgebern der Region. Die Mitarbeiter protestieren gegen Lohnunterschiede, die dazu führen, dass manche nur rund 900 Euro im Monat verdienen.

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Die Streiks begannen heute bei Bonback, einem Zulieferer für Bäckereien im Star Park Halle Queis. Am selben Standort sind für morgen weitere Aktionen geplant. Bonback, ursprünglich unter dem Namen ARTIback bekannt, wurde vor zwei Jahren von der Schwarz Gruppe übernommen und später umbenannt.

Zudem findet derzeit ein Streik bei MEG statt, einem Getränkehersteller, der ebenfalls zur Schwarz Gruppe gehört. Dort legen die Beschäftigten in Weißenfels für drei Tage die Arbeit nieder. Die NGG hat die Kampagne unter dem Motto "Reißt die Lohnmauer nieder!" gestartet.

Die Gewerkschaft verweist auf eklatante Lohnunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. In 16 Betrieben in Sachsen-Anhalt liegen die Monatsgehälter um 273 bis 2.274 Euro unter denen ihrer westdeutschen Kollegen. Die Arbeitgeber lehnen Forderungen nach einer Angleichung bis 2026 ab und bieten stattdessen nur jährliche Erhöhungen von 2,8 bis 2 Prozent – und das erst bis 2029.

NGG-Vertreter betonen, dass die Löhne vor Ort deutlich unter denen an anderen Unternehmensstandorten liegen. Ihre Haltung ist klar: "Wir weigern uns, die Billiglohnregion des Ostens zu bleiben."

Die Streiks werden wie geplant fortgesetzt, eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Die Beschäftigten fordern Löhne, die den Branchenstandards in Westdeutschland entsprechen. Die Arbeitgeber haben bisher jedoch nur bescheidene jährliche Anpassungen angeboten.

Quelle