04 May 2026, 12:05

Saarlands Stahlindustrie startet Milliardenprojekt für klimafreundlichen Stahl bis 2028

Großes Metallrohr auf einer Baustelle umgeben von Arbeitern, Holzwerkstoffen und Equipment, mit einer Person in einem blauen Hemd auf der rechten Seite und Fahrzeugen und einem Gebäude im Hintergrund.

Saarlands Stahlindustrie startet Milliardenprojekt für klimafreundlichen Stahl bis 2028

Im Saarland vollzieht sich ein tiefgreifender Wandel in der Stahlindustrie. Das Joint Venture Rogesa, eine Kooperation zwischen Dillinger und Saarstahl, hat mit dem Power4Steel-Projekt eine der größten Industrieinvestitionen der jüngeren Landesgeschichte gestartet – mit einem Volumen von sechs Milliarden Euro. Das Vorhaben zielt darauf ab, die CO₂-Emissionen bis zum nächsten Jahrzehnt um bis zu 55 Prozent zu senken und gleichzeitig Jahr für Jahr Millionen Tonnen klimafreundlichen Stahl zu produzieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Am 13. Februar 2026 erhielt das Projekt die offizielle Genehmigung, und bereits zehn Tage später begannen die Bauarbeiten. Auf einem 270.000 Quadratmeter großen Gelände herrscht nun reger Betrieb: Unter der Leitung von Dr. Albert Dürr steuert das Bauunternehmen Wolff & Müller die Arbeiten. Sieben Turmdrehkrane sind gleichzeitig im Einsatz, während 120 Arbeiter in zwei Schichten rund um die Uhr arbeiten, um den straffen Zeitplan einzuhalten.

Zum Baukomplex gehören sieben zentrale Anlagen, darunter ein entscheidendes Element namens «Rund-Eindicker». Bis zur Fertigstellung werden 25.000 Kubikmeter Beton verbaut. Der 15-Monats-Zeitplan sieht vor, dass die Produktion frühestens 2028/29 anläuft – dann soll die Anlage jährlich bis zu 3,3 Millionen Tonnen CO₂-armen Stahl liefern.

Sobald der Standort voll operativ ist, wird er eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung der stahlbedingten Emissionen im Saarland spielen. Das Ziel: Bis Anfang der 2030er Jahre eine Senkung um 55 Prozent – im Einklang mit den Klimazielen für die Schwerindustrie.

Das Power4Steel-Projekt steht für einen Meilenstein in der saarländischen Industriegeschichte. Mit dem laufenden Bau und dem geplanten Produktionsstart 2028 wird die Anlage die Stahlherstellung in der Region neu prägen. Der Umstieg auf CO₂-arme Verfahren verspricht in den kommenden Jahren erhebliche Umweltvorteile.

Quelle