15 April 2026, 04:06

Riester-Rente adé: Deutschland setzt auf neues Altersvorsorge-Modell mit mehr Renditechancen

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift, die besagt "Millionen von Amerikanern sparen durchschnittlich 800 Dollar im Jahr an Krankenversicherungsprämien unter dem Inflation Reduction Act" und ein Logo in der Mitte.

Riester-Rente adé: Deutschland setzt auf neues Altersvorsorge-Modell mit mehr Renditechancen

Deutschland reformiert sein Altersvorsorgesystem: Riester-Rente wird durch leistungsorientiertes Modell ersetzt

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Mit dem Altersvorsorge-Reformgesetz schafft Deutschland die Riester-Rente ab und führt ein neues, ergebnisabhängiges Vorsorgekonto ein – ohne Garantien, aber mit Chancen auf höhere Renditen. Zu den zentralen Neuerungen gehören ausgeweitete staatliche Zulagen und strengere Gebührenobergrenzen, um private Altersvorsorge attraktiver und bezahlbarer zu machen.

Die Reform tritt am 1. Januar 2027 in Kraft und löst die bisherige Riester-Rente schrittweise ab. Stattdessen wird ein leistungsorientiertes Altersvorsorgekonto eingeführt, das Anlagen an den Kapitalmärkten ermöglicht – allerdings ohne garantierte Erträge. Dieses Konto steht bereits ab 1. Januar 2025 zur Verfügung und gibt Sparern die Möglichkeit, frühzeitig zu wechseln.

Die staatlichen Zuschüsse werden neu strukturiert, um Anreize zum Sparen zu schaffen. Der Staat übernimmt 50 Prozent jedes gesparten Euros, maximal jedoch 360 Euro, und 25 Prozent für Beträge bis zu 1.800 Euro. Die höchste mögliche Jahreszulage beträgt damit 540 Euro. Eltern profitieren zusätzlich: Sie erhalten eine 100-prozentige Förderung auf Einzahlungen von bis zu 300 Euro pro Jahr.

Auch die Anspruchsberechtigung wird deutlich ausgeweitet. Alle Selbstständigen – unabhängig von ihrem Versicherungsstatus – haben künftig Anspruch auf Zulagen, darunter auch Personen mit Einkünften nach bestimmten Abschnitten des Einkommensteuergesetzes. Zum Schutz der Sparer werden die effektiven Gebühren für Standardkonten auf 1 Prozent gedeckelt, was die Kosten im Vergleich zu früheren Modellen senkt.

Das neue System verzichtet auf Garantien, bietet aber mehr Flexibilität und Wachstumschancen durch marktgebundene Erträge. Durch erweiterte Förderungen und geringere Gebühren zielt die Reform auf eine breitere Beteiligung ab – insbesondere bei Selbstständigen. Die ersten Änderungen starten 2025, die vollständige Umsetzung ist für 2027 vorgesehen.

Quelle