04 April 2026, 20:06

Rheinmetall und Boeing bieten Ghost-Bat-Drohne für die deutsche Luftwaffe an

Ein Plakat mit einem Kampfjet in der Mitte, umgeben von Menschen und Flaggen, mit einem Flugzeug oben und dem Text "Partnership of the Americas 2006" unten.

Rheinmetall und Boeing bieten Ghost-Bat-Drohne für die deutsche Luftwaffe an

Rheinmetall und Boeing kooperieren bei Bewerbung der MQ-28 Ghost Bat als Collaborative Combat Aircraft (CCA) für die Luftwaffe

Die Unternehmen Rheinmetall und Boeing haben eine Partnerschaft geschlossen, um die Drohne MQ-28 Ghost Bat als unbemanntes Kampfflugzeug für die Zusammenarbeit mit bemannten Systemen (Collaborative Combat Aircraft, CCA) der deutschen Luftwaffe anzubieten. Ziel der Kooperation ist es, den Zeitplan der Bundeswehr einzuhalten, die bis 2029 ein solches System einführen will. Die Drohne, die bereits in über 150 Testflügen erprobt wurde, ist darauf ausgelegt, in Hochrisikogebieten gemeinsam mit bemannten Kampfflugzeugen zu operieren.

Die MQ-28 Ghost Bat fungiert als Kraftverstärker und unterstützt pilotierte Jets in umkämpften Lufträumen, um die Kampffähigkeit zu erhöhen. Dank ihres modularen Aufbaus und autonomen Funktionen kann sie Aufklärungsmissionen sowie Aufgaben im Bereich der elektronischen Kriegsführung übernehmen.

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Um in Deutschland eingesetzt zu werden, muss die Drohne strenge Anforderungen erfüllen. Dazu zählen EU-Luftfahrt-sicherheitsvorschriften (EASA CS-23), Umwelt- und elektromagnetische Standards der Bundeswehr (MIL-STD-810/461), NATO-Interoperabilitätsprotokolle (STANAG 4703) sowie nationale Datenschutzbestimmungen nach IT-Grundschutz und der EU-DSGVO.

Rheinmetall übernimmt die Integration der MQ-28 in Deutschland und zeichnet verantwortlich für Betrieb, Wartung und Logistik. Unternehmenschef Armin Pappenger schätzt, dass die Bundeswehr bis zu 400 CCA-Systeme benötigen könnte. Die Gespräche zwischen Rheinmetall und Boeing über die Zusammenarbeit begannen im August 2025.

Die Partnerschaft folgt auf frühere Kritik an Äußerungen Rheinmetalls zur ukrainischen Drohnenindustrie. Trotz der Kontroverse hat das Unternehmen wiederholt Anerkennung für die Verteidigungsbemühungen der Ukraine gegen russische Truppen geäußert.

Aktuell prüft die Luftwaffe, ob die MQ-28 Ghost Bat als zentrales Element in ihr Arsenal aufgenommen wird. Bei einer Auswahl soll die Drohne bis 2029 in Dienst gestellt werden und die unbemannten Kampffähigkeiten Deutschlands ausbauen. Entscheidend für den Einsatz wird die Einhaltung militärischer und regulatorischer Standards sein.

Quelle