Revolutionärer Beton soll Bauindustrie in Deutschland klimafreundlicher machen
Greta WagnerRevolutionärer Beton soll Bauindustrie in Deutschland klimafreundlicher machen
Ein neues Projekt zielt darauf ab, die Treibhausgasemissionen in der deutschen Bauindustrie zu senken. Der Sektor ist derzeit für 40 Prozent der gesamten Emissionen des Landes verantwortlich. Mit einer Förderung von 14 Millionen Euro soll die Initiative kohlenstofffaserverstärkten Beton entwickeln, um herkömmliche Baumaterialien zu ersetzen.
Das Projekt startete im CUBE-Gebäude der TU Dresden, wo die Technologie bereits erprobt wurde. In den kommenden vier Jahren wird in Leipzig eine Pilotanlage errichtet und in Betrieb genommen. Ziel ist es, die Technologie über die Initiative C-Factory in die industrielle Serienproduktion zu überführen.
Kohlenstofffaserverstärkter Beton bietet entscheidende Vorteile gegenüber stahlbewehrten Alternativen: Er ermöglicht leichtere, schlankere und langlebigere Konstruktionen. Durch den geringeren Bedarf an Zement, Kies und Sand könnte der Materialeinsatz um bis zu 80 Prozent reduziert werden.
Das Leipziger Unternehmen Kahnt & Tietze GmbH leitet das Vorhaben. Zu den Partnern zählen die TU Dresden und die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig). Das Projekt läuft voraussichtlich bis Ende 2029.
Die Initiative könnte die Emissionen im Bausektor deutlich verringern, indem sie herkömmlichen Beton ersetzt. Mit 14 Millionen Euro Bundesförderung werden die Produktion von kohlenstofffaserverstärktem Beton getestet und hochskaliert. Bei Erfolg könnte die Technologie zum Standard in nachhaltigen Bauweisen werden.






