Rentendreform 2024: Höhere Beiträge, flexibles Renteneintrittsalter und neue Kapitalrente
Greta WagnerRentendreform 2024: Höhere Beiträge, flexibles Renteneintrittsalter und neue Kapitalrente
Die Bundesregierung hat weitreichende Rentendreformen auf Basis der Vorschläge der Rentenkommission angekündigt. Bundeskanzler Friedrich Merz bestätigte, dass die schwarz-rote Koalition das vollständige Reformpaket umsetzen werde. Dazu gehören ein neues kapitalgedecktes Rentensystem sowie Anpassungen bei der Berechnung des Renteneintrittsalters.
Nach dem neuen Plan zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils bis zu 1 Prozent des Bruttolohns in das kapitalbasierte Rentensystem ein. Allerdings bietet dieses System keine garantierten Renditen über 3 Prozent pro Jahr und bleibt anfällig für Börsencrashs.
Zudem führt die Regierung eine Mindestrente ein, um Altersarmut zu bekämpfen, die durch höhere Bundeszuschüsse finanziert wird. Gleichzeitig wird das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt, was de facto zu längeren Arbeitszeiten und geringeren Rentenauszahlungen führt.
Kritiker monieren, dass die Reformen einkommensschwache Bevölkerungsgruppen überproportional belasten und so eine Umverteilung von unten nach oben bewirken. Sie verweisen darauf, dass das umlagefinanzierte Rentensystem weiterhin stabil und krisenresistent sei. Zudem sei der Anteil der Rentenausgaben am Bruttoinlandsprodukt in den letzten zwei Jahrzehnten gesunken. Die Behauptung, jüngere Beitragszahler hätten keine Vorteile von den gesetzlichen Rentenbeiträgen, wurde als falsch zurückgewiesen.
Die Reformen umfassen ein neues kapitalgedecktes Rentensystem sowie eine Mindestrente zur Armutsbekämpfung. Das Renteneintrittsalter steigt mit der Lebenserwartung, während die Beiträge erhöht werden. Die Änderungen zielen auf eine Neuausrichtung der Altersvorsorge ab, stoßen jedoch auf Kritik wegen ihrer Auswirkungen auf Geringverdiener.






