08 May 2026, 00:14

Rekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch Warnungen vor Ausbeutung mehren sich

Offenes Buch mit handgeschriebenem Text auf den Seiten, wahrscheinlich ein Dokument der Deutschen Bundesrepublik, mit sichtbaren Wasserzeichen am unteren Rand.

Rekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch Warnungen vor Ausbeutung mehren sich

Die Zahl der internationalen Studierenden in Deutschland hat mit 402.000 Immatrikulierten im Wintersemester 2024/25 einen neuen Höchststand erreicht. Fast 60.000 von ihnen kommen aus Indien – die mit Abstand größte Gruppe. Doch es mehren sich die Bedenken, wie einige private Hochschulen und Vermittlungsagenturen diese Studierenden ausnutzen.

Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), hat Alarm geschlagen und bestimmte private Hochschulen in Deutschland kritisiert. Er stellte infrage, ob einige dieser Einrichtungen – insbesondere in Berlin – ihre staatliche Anerkennung behalten sollten, angesichts fragwürdiger Studiengänge. Diese Programme, warnte er, täuschten internationale Studierende oft mit falschen Versprechungen.

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Mukherjee übt auch scharfe Kritik an unregulierten Vermittlungsagenturen. Diese Firmen, die in einer rechtlichen Grauzone operieren, verdienen daran, Studierende – vor allem aus Indien – an deutsche Hochschulen zu vermitteln. Er forderte deutsche Bildungseinrichtungen auf, die Zusammenarbeit mit solchen Agenturen zu beenden, um schutzbedürftige Bewerberinnen und Bewerber zu schützen.

Besonders betroffen von dem Problem scheinen indische Studierende zu sein. Viele werden in ihrem Heimatland von skrupellosen Vermittlern an zweifelhafte private Hochschulen in Deutschland und anderen Ländern gelockt.

Die Warnungen des DAAD-Präsidenten zeigen die Lücken in der Aufsicht über private Hochschulen und Vermittlungsagenturen auf. Angesichts steigender Zahlen internationaler Studierender könnten strengere Regulierungen notwendig sein, um Ausbeutung zu verhindern. Nun rückt in den Fokus, ob die deutschen Behörden die Kontrollen über diese Einrichtungen und ihre Partner verschärfen werden.

Quelle