Regionalverkehr in Deutschland drohen massive Streichungen ohne Bundeshilfen
Claudia SeidelRegionalverkehr in Deutschland drohen massive Streichungen ohne Bundeshilfen
Deutschlands Regionalverkehr steht vor massiven Kürzungen – ohne zusätzliche Bundesmittel
Sollte die Bundesregierung nicht mit weiteren Finanzhilfen einspringen, drohen dem Regionalverkehr in Deutschland tiefe Einschnitte. Behörden warnen: Ohne zusätzliche 14 Milliarden Euro bis 2031 könnten landesweit Bus- und Bahnverbindungen gestrichen werden. Die aktuellen Zuschüsse, so die Begründung, decken die steigenden Kosten nicht mehr ab.
Jährlich erhalten die 16 Bundesländer rund 12 Milliarden Euro aus dem Regionalisierungsfonds, um den lokalen Nahverkehr aufrechtzuerhalten. Zwar steigt dieses Budget jährlich um drei Prozent, doch die Verantwortlichen betonen, dass dies bei Weitem nicht ausreicht. Explodierende Ausgaben haben die vorhandenen Mittel überdehnt – die Folge: Die Services stehen auf der Kippe.
Verkehrsverbände fordern die Bundesregierung auf, die Regionalisierungsmittel deutlich aufzustocken. Ohne diese Zusatzgelder, so ihre Warnung, seien Kürzungen im Schienen- und Busnetz unvermeidbar. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) zeigte sich jedoch nicht bereit, zusätzliche Finanzzusagen zu machen. Als Hauptgrund nannte er die knappe Entscheidungsfrist für eine solche Maßnahme.
Die Lage bringt den Regionalverkehr in eine Zwickmühle: Entweder gelingt es, weitere Mittel zu beschaffen – oder es müssen Einsparungen bei den Leistungen hingenommen werden. Die Folgen würden Millionen Fahrgäste treffen, die täglich auf Busse und Bahnen in ganz Deutschland angewiesen sind.






