24 March 2026, 14:05

Rechtsextreme Gewalt in Schleswig-Holstein erreicht alarmierenden Höhepunkt

Ein Plakat mit einem zentralen Baum, umgeben von verschiedenen Gesichtern, mit Text unten, der "Der politische Cluster im Terrorismus" lautet.

Rechtsextreme Gewalt in Schleswig-Holstein erreicht alarmierenden Höhepunkt

Rechtsextreme Gewalt in Schleswig-Holstein nimmt dramatisch zu

In Schleswig-Holstein hat die rechtsextreme Gewalt stark zugenommen: Von 2023 auf 2024 stieg die Zahl der Vorfälle um 20 Prozent. Mehr als ein Drittel dieser Angriffe ereignete sich in Bargteheide, einer kleinen Stadt, die zunehmend im Zentrum der Besorgnis steht. Im vergangenen Jahr waren mindestens 163 Menschen von 164 gewalttätigen Übergriffen betroffen – bei fast 80 Prozent der Taten war Rassismus das Motiv.

Die Welle der Gewalt begann im frühen März 2024. Am Abend des 4. März wurden zwei junge Menschen am Bahnhof Bargteheide von mehreren vermummten Angreifern attackiert und verletzt. Nur drei Tage später, in den frühen Morgenstunden des 7. März, wurde ein linker Aktivist von drei vermummten Personen aus einem Auto heraus bedroht. Am 12. März wurde dann ein weiterer junger Mensch auf dem Parkplatz des Eckhorst-Gymnasiums von zwei Tätern in Sturmhauben angegriffen und verletzt. Augenzeugen berichteten, dass einer der Angreifer eine Schusswaffe bei sich trug, ein anderer ein Messer.

Das Autonome Jugendzentrum in Bargteheide geriet wiederholt ins Visier der Täter. Ende Mai 2024 wurde es bei einem Brandanschlag in Brand gesetzt. Monate später, im November, drangen Unbekannte ein und hinterließen rechtsextreme Symbole sowie Parolen der AfD. Im Juni 2025 brannte das Zentrum erneut – kurz darauf veröffentlichten lokale AfD-Politiker ein provokantes Foto auf Instagram, das die Spannungen weiter verschärfte.

Felix Fischer vom Zentrum für Betroffene rechtsextremer Gewalt (Zebra) bezeichnete die Lage als gezielten Versuch rechtsextremer Gruppen, den öffentlichen Raum in Bargteheide zu kontrollieren.

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Die Angriffe in Bargteheide spiegeln einen landesweiten Anstieg rechtsextremer Gewalt in Schleswig-Holstein wider. Mit 125 rassistischen Vorfällen im Jahr 2024 sehen sich Behörden und lokale Initiativen einer zunehmend explosiven Situation gegenüber. Die wiederholten Attacken auf öffentliche und aktivistische Räume deuten auf eine koordinierte Strategie der Einschüchterung und Machtausübung hin.

Quelle