Rechenfehler kostet Staat fünf Millionen Euro bei Auslandszulagen für Beamte
Noah WernerRechenfehler kostet Staat fünf Millionen Euro bei Auslandszulagen für Beamte
Die deutsche Bundesregierung hat Auslandszulagen an Beamte, die im Ausland tätig sind, zu hoch ausgezahlt. Ein Rechenfehler führte dazu, dass etwa ein Drittel der Auslandsstandorte höhere Zahlungen erhielt. Der Fehler wurde nun bei der diesjährigen Anpassung der Zonenstufen korrigiert.
Durch die falsche Berechnung wurden die Zonenstufen an mehreren Standorten zu hoch eingestuft – darunter auch in Litauen, wo deutsche Soldaten stationiert sind. Dadurch entstanden dem Staat Mehrausgaben in Höhe von rund fünf Millionen Euro.
Die Bewertung der Zulagen berücksichtigt sowohl immaterielle Faktoren als auch Preisunterschiede zwischen Berlin und den jeweiligen Auslandsstandorten. Ein privates Unternehmen, das nach einer mit dem Auswärtigen Amt abgestimmten Methodik arbeitet, führt die Berechnungen durch.
Das Auswärtige Amt prüft nun, ob es Schadensersatz von dem für die Fehlkalkulation verantwortlichen Unternehmen fordert. Rechtliche Hürden verhindern jedoch, dass die zu Unrecht gezahlten Beträge von den Beamten zurückgefordert werden können.
Die korrigierten Zonenstufen gelten ab diesem Jahr. Der finanzielle Verlust bleibt bei etwa fünf Millionen Euro. Die Regierung prüft weiterhin, welche Schritte gegen das an der Fehlberechnung beteiligte Unternehmen eingeleitet werden können.






