08 June 2026, 08:05

Radtke fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Beschäftigten

CDA unterstützt obligatorische betriebliche Altersvorsorge

Radtke fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Beschäftigten

In Deutschland gewinnt die Forderung nach einer verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge an Fahrt. Dennis Radtke, Vorsitzender der Arbeitnehmer-Union der CDU, drängt die Regierung dazu, solche Modelle für alle Beschäftigten verbindlich einzuführen. Sein Vorstoß steht im Einklang mit früheren Appellen von Gewerkschaftsführern und passt zum Koalitionsversprechen einer umfassenden Rentenreform.

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Die Diskussion über die betriebliche Altersvorsorge schwelt bereits seit Monaten. Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), hatte zuvor ein ähnliches Modell vorgeschlagen, bei dem Arbeitgeber in die Rentenfonds ihrer Mitarbeiter einzahlen. Radtkes jüngste Initiative greift diesen Ansatz auf, geht aber noch einen Schritt weiter, indem er eine flächendeckende Lösung fordert.

Radtke argumentiert, dass bereits bestehende branchenspezifische Systeme beweisen, dass das Modell funktionieren kann. Zudem plädiert er für eine engere Verzahnung der drei Säulen der deutschen Altersvorsorge – der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Rente –, um im Ruhestand ein ausreichendes Einkommen zu sichern. Die regierende Koalition aus CDU/CSU und SPD hat zwar weitreichende Rentenerformen angekündigt, doch ein konkreter Plan steht noch aus.

Würde Radtkes Vorschlag umgesetzt, wäre dies ein bedeutender Wandel in der Art und Weise, wie die Deutschen fürs Alter vorsorgen. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer würden einzahlen, was die Belastung für das staatliche Rentensystem verringern könnte. Ob es tatsächlich zu einer Reform kommt, hängt nun davon ab, ob die Koalition ihre Ankündigungen in konkretes Gesetzesvorhaben überführt.

Quelle