30 March 2026, 16:11

Radfahrer in Deutschland: Wann ist Nebeneinanderfahren erlaubt – und wann nicht?

Gruppe von Radfahrern mit Helmen auf einer Straße mit einem Geschwindigkeitsbegrenzungsschild, Gebäuden und Bäumen im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Radfahrer in Deutschland: Wann ist Nebeneinanderfahren erlaubt – und wann nicht?

Radfahrer in Deutschland müssen auf öffentlichen Straßen spezifische Regeln beachten. Zwar dürfen sie grundsätzlich zu zweit nebeneinander fahren, doch unter bestimmten Bedingungen sind sie verpflichtet, hintereinanderzufahren. Rasen bleibt ein Problem, doch die Ahndung scheitert oft an praktischen Hindernissen – schließlich tragen die meisten Fahrräder kein Kennzeichen.

Nach den nationalen Verkehrsregeln dürfen Radfahrer nebeneinander fahren, es sei denn, die Straße ist schmal oder der Verkehr dicht. In solchen Fällen müssen sie sich in einer Reihe einordnen, um Behinderungen zu vermeiden. Zudem gelten für sie die gleichen Geschwindigkeitsbegrenzungen, insbesondere in Tempo-30-Zonen oder Fußgängerbereichen.

Die Polizei kann bei Routinekontrollen die Geschwindigkeit der Radfahrer mit Standardmessgeräten überprüfen. Allerdings gestaltet sich die Identifizierung von Verkehrssündern schwierig, da die meisten Fahrräder über keine Kennzeichen verfügen. Nur S-Pedelecs – schnelle E-Bikes, die mehr als 25 km/h erreichen können – müssen ein Nummernschild führen und sind somit leichter zu überwachen.

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Geschwindigkeitsüberschreitungen verkürzen die Reaktionszeit und erhöhen die Risiken für Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer. Dennoch konzentrieren sich die Behörden oft auf andere Verstöße, etwa das Fahren gegen die Einbahnstraße oder das Missachten roter Ampeln. Die Strafen für Rasen entsprechen denen für Autofahrer, doch bisher hat kein Bundesland konkrete schriftliche Richtlinien für die Geschwindigkeitskontrolle von Radfahrern eingeführt.

Radfahrer müssen ihr Recht, zu zweit nebeneinander zu fahren, mit der Notwendigkeit abwägen, den Verkehr flüssig zu halten. Zwar gelten für Geschwindigkeitsverstöße dieselben Bußgelder wie für Kraftfahrer, doch bleibt die Kontrolle uneinheitlich. Ohne landesweite Vorgaben liegt der Fokus der Polizei eher auf offensichtlichen Ordnungswidrigkeiten als auf reinen Tempokontrollen.

Quelle