Pro Bahn attackiert MVG-Pläne: Kürzungen gefährden Münchner Verkehrswende
Claudia SeidelPro Bahn attackiert MVG-Pläne: Kürzungen gefährden Münchner Verkehrswende
Die Fahrgastorganisation Pro Bahn hat die Pläne der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), Leistungen auf wichtigen Strecken zu kürzen, scharf kritisiert. Die Organisation warnt, dass diese Einschnitte den Verkehrswandel in der Stadt behindern und der steigenden Nachfrage der Fahrgäste nicht gerecht werden.
Pro Bahn lehnt die von der MVG vorgeschlagenen Fahrplanänderungen für 2026/2027 entschieden ab. Betroffen wären unter anderem stark frequentierte Verbindungen wie die U-Bahn-Linie U7 und die Straßenbahnlinie 25. Die Organisation führt die geplanten Kürzungen auf die angespannte Haushaltslage der Stadt München zurück.
Statt Einsparungen fordert Pro Bahn eine stabile, inflationsbereinigte Finanzierung des Öffentlichen Verkehrs. Die Organisation appelliert an die kommunalen, Landes- und Bundebehörden, sich zu gleichbleibenden Pro-Kopf-Zuschüssen zu verpflichten. Zudem kritisiert sie vergangene Fehlentscheidungen, bei denen Gelder oft in Projekte mit geringem Nutzen für die Allgemeinheit geflossen seien.
Pro Bahn ist überzeugt, dass eine bessere Infrastrukturplanung die Kosten senken und die Servicequalität verbessern könnte. Als Beispiel nennt die Organisation ungelöste Kapazitätsprobleme in den Wartungsdepots, wo sich Einsparpotenziale ergäben.
Die Organisation betont, dass nicht Kürzungen, sondern ausreichende Finanzmittel die Lösung für das Münchner Nahverkehrssystem seien. Ohne die nötigen Investitionen drohe die Stadt, ihre Verkehrsziele zu verfehlen. Mit ihren Forderungen will Pro Bahn einen zuverlässigen Öffentlichen Verkehr für die Zukunft sichern.






